Wo bleibt denn der lange versprochene weitläufige Brief? Schick doch dem Bernays das Manuskript, er braucht nur das, was Du hast, das Gedruckte hat er noch. Nach Amerika hat er nichts geschickt, was dort gedruckt ist, ist ohne sein Willen und Wissen. Es sind aber viele Exemplare ge[druc]kt1 worden, von denen Leske nach allen Weltgegenden verschenkt haben kann. Wir werden dem Dings nachspüren. Vielleicht durch Grün oder Börnstein. Nach der Schweiz habe ich wegen der Manuskripte2 geschrieben, aber es scheint, der Hund läßt mich ohne Antwort. Außer diesem bleibt nur noch Jenni; mit dem hab’ ich einen Witz gemacht und wünsche nicht, an ihn zu schreiben, schlag mir in Dein Nächstes ein paar Zeilen für den Kerl bei, ich will’s abschicken, aber es ist nur pro forma, der Kerl nimmt’s gewiß nicht. Der erste, an den ich schrieb, ist der Verleger einer kleinen Broschüre von Bernays, aber wenn er auch akzeptiert, so ist er doch bankerott, à ce qu’écrit Püttmann. Voilà.3 Ich verzweifle an der Schweiz. Guter Rat ist teuer. Wir werden in [der]1 jetzigen Schwulität gewiß keine 2 Bände zusammen loswerden. Höchstens zwei Bände bei 2 ganz verschiednen Verlegern. Schreib hierüber auch.
Dein
E.
[Paris] 23, rue de Lille, 2.November [1846]
Erst jetzt les’ ich, was der Kleine4 da oben über seine Flucht aus der Einsamkeit geschrieben. Es ist gut, daß wir ihn hier haben, er wird allmählich wieder fidel. Grüß die ganze Boutique5.