Anderson war praktischer Pächter. Seine erste Schrift, worin beiläufig die Natur der Rente erörtert wird, erschien 1777, zu einer Zeit, wo Sir James Steuart für einen großen Teil des publicum's noch der herrschende Ökonom, zugleich aber die allgemeine Aufmerksamkeit auf den „Wealth of Nations“ gerichtet, der ein Jahr vorher erschienen war. Dagegen konnte die aus Anlaß einer unmittelbar praktischen Streitfrage geschriebene Schrift des schottischen farmers, die von der Rente nicht „ex professo“1 handelte, sondern nur nebenbei ihre Natur erläuterte, keine Aufmerksamkeit erregen. Anderson behandelte die Rente in dieser Schrift nur akzidentell, nicht ex professo. Ebenso beiläufig läuft diese seine Theorie wieder unter in einem oder zwei in der von ihm selbst herausgegebenen Sammlung seiner Essays, die in 3 Bänden erschien unter dem Titel: „Essays. Relating to Agriculture and rural Affairs“, 3 vol., Edinburgh 1775-1796. Ebenso in den 1799 bis 1802 herausgegebenen: „Recreations in Agriculture. Natural History, Arts etc.“, London (sieh nach auf dem Britischen Museum), lauter Schriften, die direkt für farmers und agriculturists bestimmt sind. Hätte Anderson eine Ahnung von der Wichtigkeit seines Funds gehabt und ihn gesondert dem Publikum als „Inquiry into the nature of rent“2 vorgeführt, oder hätte er nur im geringsten Grad das Talent besessen, den Handel mit eigenen Ideen zu treiben, den sein Landsmann McCulloch so erfolgreich mit fremden trieb, so [stände es] anders. Die Reproduktionen seiner Theorie 1815 erschienen sofort als selbständige theoretische Untersuchungen über die Natur der Rente, wie schon die Titel der resp. Schriften von West und Malthus zeigen:
Malthus: „Inquiry into the Nature and Progress of Rent". West: „Essay on the Application of Capital to Land".
Ferner benutzte Malthus die Andersonsche Rententheorie, um seinem Bevölkerungsgesetz zum erstenmal eine zugleich nationalökonomische und reale (naturhistorische) Grundlage zu geben, während der von frühen Schriftstellern abgeborgte Blödsinn der geometrischen und arithmetischen Progression eine rein chimärische Hypothese war. Mr. Malthus at once „improved" the occasion3. Ric[ardo] nun gar machte diese Doktrin von der Rente, wie er selbst in der Vorrede sagt, zu einem der wichtigsten links4 im Gesamtsystem der politischen Ökonomie und gab ihr – von der praktischen Seite ganz abgesehn – eine ganz neue theoretische Wichtigkeit.
Ricardo kannte offenbar Anderson nicht, da er in der Vorrede seiner politischen Ökonomie West und Malthus als die Entdecker betrachtet. West, nach der originellen Art, wie er das Gesetz darstellt, kann möglicherweise ebenso unbekannt mit Anderson gewesen sein, als Tooke mit Steuart war. Anders mit Herrn Malthus. Eine genaue Vergleichung seiner Schrift zeigt, daß er den Anderson kennt und benutzt. Er war überhaupt Plagiarius von Profession. Man hat nur die erste Ausgabe seiner Schrift über population mit der früher von mir zitierten Schrift des Reverend Townsend zu vergleichen, um sich zu überzeugen, daß er ihn nicht als freier Produzent verarbeitet, sondern als sklavischer Plagiarius abschreibt und paraphrasiert, obgleich er ihn nirgendwo nennt, seine Existenz verheimlicht.
Die Art, wie Malthus den Anderson benutzte, ist charakteristisch. Anderson hatte Exportprämien auf Kornausfuhr und Kornzölle gegen Korneinfuhr verteidigt, keineswegs aus Interesse für die landlords, sondern weil er glaubte, daß diese Art Gesetzgebung „den Durchschnittspreis des Korns ermäßige" und eine gleichmäßige Entwicklung der Produktivkräfte der Agrikultur sichere. Malthus nahm diese Nutzanwendung von Anderson an, weil er – ein echtes member der Established Church of England5 – ein professioneller Sykophant der Grundaristokratie war, deren Renten, Sinekuren, Verschwendung, Herzlosigkeit usw. er ökonomisch rechtfertigte. Malthus vertritt das Interesse der industriellen Bourgeoisie nur, soweit es identisch ist mit dem Interesse des Grundeigentums, der Aristokratie, d. h. gegen die Masse des Volks, das Proletariat; aber wo die beiden Interessen sich spalten und feindlich gegenüberstehen, stellt er sich auf Seite der Aristokratie gegen die Bourgeoisie. Daher seine Verteidigung der „unproduktiven Arbeiter", der Überkonsumtion etc.
Dagegen hatte Anderson die Differenz von Boden, der Rente und keine Rente oder von Böden, die ungleich große Renten zahlen, erklärt aus der relativen Unfruchtbarkeit des Bodens, der keine Rente oder eine kleinere Rente trägt, verglichen mit dem Boden, der Rente oder eine größere Rente trägt. Aber er hatte ausdrücklich gesagt, daß diese Grade der relativen Fruchtbarkeit in verschiednen Bodenarten, also auch die relative Unfruchtbarkeit der schlechtern Bodenarten, verglichen mit den beßren, absolut nichts zu tun hat mit der absoluten Fruchtbarkeit der Agrikultur. Er hatte umgekehrt hervorgehoben, daß nicht nur die absolute Fruchtbarkeit aller Bodenarten beständig vermehrt werden kann und im Fortschritt der Bevölkerung vermehrt werden muß, sondern er war weiter gegangen und hatte behauptet, daß die Ungleichheit in der Fruchtbarkeit der verschiedenen Bodenarten progressiv ausgeglichen werden kann. Er sagt, daß der jetzige Grad der Entwicklung der Agrikultur in England keine Ahnung von der möglichen Entwicklung derselben gebe. Er hatte deswegen gesagt, daß in einem Lande die Getreidepreise hoch und die Rente niedrig, in einem andren Lande die Getreidepreise niedrig und die Rente hoch sein kann; und dies folgte aus seinem Prinzip, da in beiden Ländern die Differenz zwischen dem fruchtbaren und unfruchtbaren Boden, in keinem derselben die absolute Fruchtbarkeit, in jedem nur die Gradunterschiede in der Fruchtbarkeit der vorhandenen Bodenarten, in keinem die Durchschnittsfruchtbarkeit dieser Bodenarten, die Höhe und das Dasein der Renten bestimmen. Er schloß daraus, daß absolute Fruchtbarkeit der Agrikultur absolut nichts mit der Rente zu tun hat. Er erklärte sich später, wie wir unten weiter sehn werden6, daher als ein dezidierter Feind der Malthusschen Populationstheorie und ahnte nicht, daß seine eigne Renttheorie dieser Monstrosität als Grundlage dienen solle. Anderson erklärte sich das Steigen der Getreidepreise in England von 1750–1801, verglichen mit 1700–1750, keineswegs aus einer Bebauung von progressiv unfruchtbareren Bodenarten, sondern aus dem Einfluß der Gesetzgebung auf die Agrikultur während dieser beiden Perioden.
Was tat nun Malthus?
Statt seiner (auch plagiierten) Chimäre von der geometrischen und arithmetischen Progression, die er als „Phrase" beibehielt, machte er Andersons Theorie zur Bestätigung seiner Populationstheorie. Er behielt Andersons Nutzanwendung der Theorie bei, soweit sie im Interesse der landlords war – ein fact, das allein bewies, daß er den Zusammenhang dieser Theorie mit dem System der bürgerlichen Ökonomie so wenig verstand wie Anderson selbst; er drehte sie, ohne auf die Gegenbeweise des Entdeckers der Theorie einzugehn, gegen das Proletariat. Den theoretischen und praktischen Fortschritt, der aus dieser Theorie zu machen war – theoretisch für die Bestimmung des Werts der Ware etc. und die Einsicht in die Natur des Grundeigentums, praktisch gegen die Notwendigkeit von Privatgrundeigentum auf Grundlage der bürgerlichen Produktion und näher gegen alle Staatsmaßregeln, wie cornlaws7, die dies Grundeigentum vergrößerten –, überließ er Ricardo. Die einzige Nutzanwendung, die er zog, war eine Verteidigung des Schutzzolls, den die landlords 1815 beanspruchten, ein sykophantischer Dienst für die Aristokratie und eine neue Rechtfertigung des Elends der Produzenten des Reichtums, eine neue Apologie für die Exploiteure der Arbeit. Nach dieser Seite hin sykophantischer Dienst für die industriellen Kapitalisten.
Grundgemeinheit der Gesinnung charakterisiert den Malthus, eine Gemeinheit, die nur ein Pfaffe sich erlauben ||497|| kann, der in dem menschlichen Elend die Strafe für den Sündenfall erkennt und überhaupt „ein irdisches Jammertal“ braucht, zugleich aber, mit Rücksicht auf die von ihm bezognen Pfründen und mit Hilfe des Dogmas von der Gnadenwahl, durchaus vorteilhaft findet, den Aufenthalt im Jammertal den herrschenden Klassen zu „versüßen“. Die „Gemeinheit“ dieser Gesinnung zeigt sich auch wissenschaftlich. Erstens in seinem schamlos und handwerksmäßig betriebenen Plagiarismus. Zweitens in der rücksichtsvollen, nicht rücksichtslosen Konsequenz, die er aus wissenschaftlichen Vordersätzen zieht.
Ricardo betrachtet mit Recht, für seine Zeit, die kapitalistische Produktionsweise als die vorteilhafteste für die Produktion überhaupt, als die vorteilhafteste zur Erzeugung des Reichtums. Er will die Produktion der Produktion halber, und dies ist recht. Wollte man behaupten, wie es sentimentale Gegner Ricardos getan haben, daß die Produktion nicht als solche der Zweck sei, so vergißt man, daß Produktion um der Produktion halber nichts heißt, als Entwicklung der menschlichen Produktivkräfte, also Entwicklung des Reichtums der menschlichen Natur als Selbstzweck. Stellt man, wie Sismondi, das Wohl der einzelnen diesem Zweck gegenüber, so behauptet man, daß die Entwicklung der Gattung aufgehalten werden muß, um das Wohl der einzelnen zu sichern, daß also z. B. kein Krieg geführt werden dürfe, worin einzelne jedenfalls kaputtgehn. (Sismondi hat nur recht gegen die Ökonomen, die diesen Gegensatz vertuschen, leugnen.) Daß diese Entwicklung der Fähigkeiten der Gattung Mensch, obgleich sie sich zunächst auf Kosten der Mehrzahl der Menschenindividuen und ganzer Menschenklassen macht, schließlich diesen Antagonismus durchbricht und zusammenfällt mit der Entwicklung des einzelnen Individuums, daß also die höhere Entwicklung der Individualität nur durch einen historischen Prozeß erkauft wird, worin die Individuen geopfert werden, wird nicht verstanden, abgesehn von der Unfruchtbarkeit solcher erbaulichen Betrachtungen, da die Vorteile der Gattung im Menschenreich wie im Tier- und Pflanzenreich sich stets durchsetzen auf Kosten der Vorteile von Individuen, weil diese Gattungsvorteile zusammenfallen mit den Vorteilen besondrer Individuen, die zugleich die Kraft dieser Bevorzugten bilden.
Die Rücksichtslosigkeit Ricardos war also nicht nur wissenschaftlich ehrlich, sondern wissenschaftlich geboten für seinen Standpunkt. Es ist ihm aber deshalb auch ganz gleichgültig, ob die Fortentwicklung der Produktivkräfte Grundeigentum totschlägt oder Arbeiter. Wenn dieser Fortschritt das Kapital der industriellen Bourgeoisie entwertet, so ist es ihm ebenso willkommen. Wenn die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit das vorhandne capital fixe um die Hälfte entwertet, was liegt dran, sagt Ricardo. Die Produktivität der menschlichen Arbeit hat sich verdoppelt. Hier ist also wissenschaftliche Ehrlichkeit. Wenn die Auffassung Ric[ardos] im ganzen im Interesse der industriellen Bourgeoisie ist, so nur, weil und soweit deren Interesse koinzidiert mit dem der Produktion oder der produktiven Entwicklung der menschlichen Arbeit. Wo sie in Gegensatz dazu tritt, ist er ebenso rücksichtslos gegen die Bourgeoisie, als er es sonst gegen das Proletariat und die Aristokratie ist.
Aber Malthus! Ce misérable8 zieht aus den wissenschaftlich gegebenen (und von ihm stets gestohlenen) Vordersätzen nur solche Schlüsse, die der Aristokratie gegen die Bourgeoisie und beiden gegen das Proletariat „angenehm" sind (nützen). Er will deshalb nicht die Produktion um der Produktion willen, sondern nur soweit sie das Bestehende erhält oder ausbauscht, dem Vorteil der herrschenden Klassen konveniert.
Gleich seine erste Schrift, eines der merkwürdigsten literarischen Beispiele vom Erfolg des Plagiats auf Kosten der Originalwerke, hatte den praktischen Zweck, die Perfektibilitätstendenzen der Französischen Revolution und ihrer Anhänger in England im Interesse der bestehenden englischen Regierung und Grundaristokratie als Utopie „ökonomisch" nachzuweisen. D.h., es war ein panegyrisches Pamphlet für die bestehenden Zustände gegen die historische Entwicklung, dazu eine Rechtfertigung des Kriegs gegen die revolutionäre Frankreich.
Seine Schriften 1815 über Schutzzölle und Grundrente sollten teils die frühere Apologie des Elends der Produzenten bestätigen, speziell aber das reaktionäre Grundeigentum gegen das „aufgeklärte", „liberale" und „progressive" Kapital verteidigen, ganz speziell einen beabsichtigten Rückschritt der englischen Gesetzgebung im Interesse der Aristokratie gegen die industrielle Bourgeoisie rechtfertigen. Endlich [498] seine „principles of political economy" gegen Ricardo hatten wesentlich den Zweck, die absoluten Forderungen des „industriellen Kapitals" und der Gesetze, unter denen sich seine Produktivität entwickelt, zu den den existierenden Interessen der Grundaristokratie, der „Established Church" (zu der Malthus gehörte), der Regierungspensionäre und Steuerverzehrer „vorteilhaften" und „wünschenswerten Grenzen" zurückzuführen. Einen Menschen aber, der die Wissenschaft einem nicht aus ihr selbst (wie irrtümlich sie immer sein mag), sondern von außen, ihr fremden, äußerlichen Interessen entlehnten Standpunkt zu akkomodieren sucht, nenne ich „gemein".
Es ist nicht gemein von Ricardo, wenn er die Proletarier der Maschinerie oder dem Lastvieh oder der Ware gleichsetzt, weil es die „Produktion" (von seinem Standpunkt aus) befördert, daß sie bloß Maschinerie oder Lastvieh oder weil sie wirklich bloß Waren in der bürgerlichen Produktion seien. Es ist dies stoisch, objektiv, wissenschaftlich. Soweit es ohne Sünde gegen seine Wissenschaft geschehn kann, ist R[icardo] immer Philanthrop, wie es auch in der Praxis war.
Der Pfaffe Malthus dagegen setzt der Produktion wegen die Arbeiter zum Lasttier herab, verdammt sie selbst zum Hungertod und zum Zölibat. Wo dieselben Forderungen der Produktion dem landlord seine „Rente" schmälern oder dem „Zehnten" der Established Church oder dem Interesse der „Steuerverzehrer" zu nahe treten oder auch den Teil der industriellen Bourgeoisie, dessen Interesse den Fortschritt hemmt, dem Teil der Bourgeoisie opfern, der den Fortschritt der Produktion vertritt – wo es also irgendein Interesse der Aristokratie gegen die Bourgeoisie oder der konservativen und stagnanten Bourgeoisie gegen die progressive9 gilt –, in allen diesen Fällen opfert „Pfaffe“ Malthus das Sonderinteresse nicht der Produktion, sondern sucht, soviel an ihm, die Forderungen der Produktion dem Sonderinteresse bestehender herrschender Klassen oder Klassenfraktionen zu opfern. Und zu diesem Zweck verfälscht er seine wissenschaftlichen Schlußfolgerungen. Das ist seine wissenschaftliche Gemeinheit, seine Sünde gegen die Wissenschaft, abgesehen von seinem schamlosen und handwerksmäßig betriebnen Plagiarismus. Die wissenschaftlichen Konsequenzen von Malthus sind „rücksichtsvoll“ gegen die herrschenden Klassen in general10 und gegen die reaktionären Elemente dieser herrschenden Klassen in particular11; d. h. er verfälscht die Wissenschaft für diese Interessen. Sie sind dagegen rücksichtslos, soweit es die unterjochten Klassen betrifft. Er ist nicht nur rücksichtslos. Er affektiert Rücksichtslosigkeit, gefällt sich zynisch darin und übertreibt die Konsequenzen, soweit sie sich gegen die misérables12 richten, selbst über das Maß, das von seinem Standpunkt aus wissenschaftlich gerechtfertigt wäre.(1)
Der Haß der englischen Arbeiterklassen gegen Malthus – den „mountebank-parson“14, wie ihn Cobbett roh nennt (Cobbett ist zwar der größte politische Schriftsteller Englands während dieses Jahrhunderts; es fehlte ihm aber die Leipziger Professoralbildung[27], und er war ein direkter Feind der „learned languages“15) – ist also völlig gerechtfertigt; und das Volk ahnte hier mit richtigem Instinkt, daß es keinen homme de science16, sondern einen gekauften Advokaten seiner Gegner, einen schamlosen Sykophanten der herrschenden Klassen gegenüber habe.
Der Erfinder einer Idee mag sie ehrlich übertreiben; der Plagiarius, der sie übertreibt, macht stets „ein Geschäft“ aus dieser Übertreibung.
Malthus' Schrift „On Population“ – die erste Ausgabe –, da sie kein neues wissenschaftliches Wort enthält, ist bloß als eine zudringliche Kapuzinerpredigt, eine Abraham a Santa Clara-Version der Entwicklungen von Townsend, Steuart, Wallace, Herbert usw. zu betrachten. Da sie in der Tat nur durch die populäre Form imponieren will, dreht sich mit Recht dagegen der populäre Haß.
Das einzige Verdienst des Malthus, den elenden Harmonielehrern der bürgerlichen Ökonomie gegenüber, ist eben die pointierte Hervorhebung der Disharmonien, die er zwar in keinem Fall entdeckt hat, die er aber in jedem Fall mit pfäffisch wohlgefälligem Zynismus festhält, ausmalt und bekannt macht.
||499| Charles Darwin „On the Origin of species by means of natural selection, or the preservation of favoured races in the struggle for life", London 1860 (5th thousand) sagt in der Einleitung:
„Im nächsten Abschnitte soll der Kampf ums Dasein unter den organischen Wesen der ganzen Welt abgehandelt werden, welcher unvermeidlich aus ihrem hoch geometrischen Zunahmevermögen hervorgeht. Es ist dies die Lehre von Malthus, auf das ganze Tier- und Pflanzenreich angewandt."
Darwin, in seiner vortrefflichen Schrift, sah nicht, daß er Malthus' Theorie umstieß, indem er die „geometrische" Progression im Tier- und Pflanzenreich entdeckte. Malthus' Theorie beruht grade darauf, daß er Wallaces geometrische Progression des Menschen der chimärischen „arithmetischen" Progression der Tiere und Pflanzen gegenüberstellte. In Darwins Werk, z. B. über das Erlöschen von Arten, findet sich auch im Detail (abgesehn von seinem Grundprinzip) die naturhistorische Widerlegung der Malthusschen Theorie. Soweit Malthus' Theorie aber auf Andersons Renttheorie beruht, war sie von Anderson selbst widerlegt. |499||
[3. Roschers Verfälschung der Geschichte der Ansichten über die Grundrente. Beispiele der wissenschaftlichen Unbefangenheit Ricardos. Die Rente bei landwirtschaftlicher Produktion und bei industrieller Produktion. Doppelte Einwirkung der Konkurrenz]
||499| Andersons erste Schrift, worin er beiläufig die Renttheorie entwickelt, war eine praktische Streitschrift, nicht über Rente, sondern über Protektion. Sie erschien 1777, und ihr Titel besagt schon, erstens, daß sie einen praktischen Zweck verfolgt, zweitens, daß sie sich auf einen unmittel baren Akt der Gesetzgebung bezieht, worin manufacturers und landlords entgegengesetzte Interessen haben: „An Enquiry into the Nature of the Corn Laws, with a view to the new Corn Bill proposed for Scotland", Edinburgh 1777.
Das Gesetz von 1773 (in England; siehe darüber McCullochs Katalog nach) sollte 1777 in Schottland (so scheint es) eingeführt werden (sich auf dem Museum).
„Das Gesetz von 1773", sagt Anderson, „ging von der eingestandenen Absicht aus, den Kornpreis für unsre manufacturers zu erniedrigen, um durch Ermunterung der Einfuhr aus dem Ausland unser eigenes Volk auf einen niedrigeren Preis zu setzen." (p. 50 „A calm Investigation of the circumstances that have led to the present scarcity of grain in Britain", London 1810.)
Andersons Schrift war also eine Streitschrift für die Interessen der agriculturists (Protektion) (und inkl. der landlords) gegen die Interessen der manufacturers. Er publizierte sie „avowedly"17 als solche Parteischrift. Die Theorie von der Rente läuft hier nur unter und wird auch in seinen späteren Schriften, die sich fortwährend mehr oder minder auf jenen Wiederkampf beziehn, nur beiläufig ein- oder zweimal wiederholt, nie mit dem Anspruch eines wissenschaftlichen Interesses oder auch nur selbständigen Gegenstandes seiner Darstellung. Danach mag man die Richtigkeit folgender Bemerkung von Wilhelm Thukydides Roscher beurteilen, der Andersons Schriften offenbar nicht kennt:
„Merkwürdig, wie eine Lehre, die 1777 fast unbeachtet blieb, 1815ff. gleich mit dem größten Interesse verteidigt und bekämpft wurde, weil sie den inzwischen so schroff ausgebildeten Gegensatz des monied and landed interest18 berührte." (p. 297, 298 „Die Grundlagen der Nationalökonomie", 3. Auflage, 1858.)
In diesem Satz sind ebensowiel Falschheiten wie Worte. Erstens stellte Anderson seine Ansicht nicht als „Lehre" auf, wie es West, Malthus und Ricardo taten. Zweitens blieb sie nicht „fast", sondern „ganz" unbeachtet. Drittens lief sie unter zuerst innerhalb einer Schrift, die sich professionell nur um den Gegensatz – des 1777 bedeutend entwickelten Gegensatzes – von manufacturers und landlords drehte, nur diesen praktischen Interessenkampf „berührte", die allgemeine Theorie der Nationalökonomie aber „unberührt" ließ. Viertens wurde diese Theorie 1815 von einem ihrer Reproduzenten, Malthus, ganz ebenso im Interesse der corn-laws gelehrt, wie Anderson dies getan hatte. Dieselbe Lehre wurde von ihrem Entdecker und [von] Malthus für, von Ricardo gegen das Grundeigentum gekehrt. Man könnte also höchstens sagen, daß die einen, die sie aufstellten, das Interesse des Grundeigentums verteidigten, die andern, die sie aufstellten, dasselbe Interesse bekämpften, aber man könnte nicht sagen, daß diese Theorie 1815 von den Verteidigern des Grundeigentums bekämpft ward (denn Malthus verteidigte sie vor Ricardo), noch daß sie von den Angreifern des Grundeigentums verteidigt ward (denn Ricardo hatte nicht diese Theorie gegen Malthus zu „verteidigen", da er selbst Malthus als einen ihrer Entdecker und seinen eignen Vorläufer betrachtet. Er hatte nur ihre Malthussche Nutzanwendung zu „bekämpfen"). Fünftens: Der von Wilhelm Thukydides Roscher „berührte" Gegensatz zwischen „monied" and „landed interest" hatte bis zu dieser Stunde absolut nichts weder mit der Andersonschen Renttheorie, noch mit ihrer Reproduktion, Verteidigung und Bekämpfung zu tun. Unter „monied class"19, wie Wilhelm Thukydides ersehn konnte aus John St. Mill (p. 109/110 „Essays on some unsettled questions of Political Economy", London 1844), versteht der Engländer 1. die Geldverleiher; 2. sind diese Geldverleiher Leute, die überhaupt von Zinsen leben oder aber Geldverleiher von Profession wie Bankiers, Wechselmakler usw. Alle diese Leute stehn als „monied class", wie derselbe Mill bemerkt, im Gegensatz zu oder wenigstens im Unterschied von der „producing class"20 (worunter Mill „industrielle Kapitalisten" versteht, besides the workingmen21). Also müßte Wilhelm Thukydides sehn, daß das Interesse der „producing class", also auch der manufacturers, der industrial capitalists, und das Interesse der monied class zwei sehr verschiedne Dinge und diese Klassen verschiedne Klassen sind. Ein Kampf zwischen den industrial capitalists, müßte Wilhelm Thukydides weiter sehn, und den landlords war also durchaus kein Kampf zwischen dem „monied interest" und dem „landed interest". Wenn Wilhelm Thukydides die Geschichte der Korn gesetzgebung von 1815 kannte und den Kampf drüber, so wußte er schon aus Cobbett, daß die borough-mongers22 (landed interest) und loan-mongers23 (monied interest) zusammengingen gegen das industrial interest24. Aber Cobbett ist „roh". Aus der Geschichte von 1815-1847 müßte Wilhelm Thukydides weiter wissen, daß das monied interest zum größten Teil und teilweise selbst das commercial interest25 (z.B. Liverpool) im Kampf um die Korngesetze unter den Allierten des landed interest gegen das manufacturing interest26 sich befand. ||500||
||502| (Es hätte Herrn Roscher höchstens wundern können, daß dieselbe „Lehre" 1777 für und 1815 gegen das „landed interest" diente und erst dann Aufsehn machte.) |502||
||500| Wollte ich alle ähnlichen groben Geschichtsfälschungen, die Wilhelm Thukydides in seinen literarhistorischen Notizen begeht, ebenso ausführlich beleuchten, so müßte ich ein Werk schreiben, so dick wie seine „Grundlagen", und ein solches Werk wäre in der Tat „not worth the paper it was written upon"27. Wie schädlich aber die gelehrte Ignoranz eines Wilhelm Thukydides wieder auf Forscher in andren Wissenschaften rückwirken kann, sieht man bei Herrn A. Bastian, der in seiner Schrift „Der Mensch in der Geschichte", 1860, Band I, p. 374, Note, den obigen Satz von Wilhelm Thukydides als Beleg für eine „psychologische" Behauptung aufführt. Von Bastian, nebenbei, kann man nicht sagen: „materiam superabat opus"28. Vielmehr wird das „opus" hier mit seinem eignen Rohmaterial nicht fertig. Außerdem habe ich durch die wenigen Wissenschaften, die ich „kenne", gefunden, daß Herr Bastian, der „alle" Wissenschaften kennt, sich sehr oft auf Autoritäten à la Wilhelm Thukydides verläßt, was bei einem „Universalgelehrten" überhaupt unvermeidlich ist.
||501| Man wirft mir hoffentlich keine „Lieblosigkeit" gegen Wilhelm Thukydides vor. Mit welcher „Lieblosigkeit" behandelt dieser Schulfuchs die Wissenschaft selbst! Ich habe jedenfalls dasselbe Recht, von seinen „totalen Unwahrheiten" zu sprechen, wie er selbstgenügsam herablassend von den „halben Wahrheiten" Ricardos sprechen darf. Zudem ist Wilhelm Thukydides keineswegs „ehrlich" mit seinem Katalogstudium. Wer nicht „respectable" ist, existiert für ihn auch historisch nicht; z. B. Rodbertus existiert nicht für [ihn als] der Theoretiker über die Grundrente, weil er „Kommunist" ist. Außerdem auch unter den „respectable writers"29 ist Wilhelm Thukydides ungenau. Z. B. Bailey existiert für McCulloch, sogar als epochemachend. Er existiert nicht für Wilhelm Thukydides. Sollte die Wissenschaft ||502| der politischen Ökonomie in Deutschland befördert und popularisiert werden, so müßten Leute wie Rod[bertus] ein Journal stiften, das allen Forschern (nicht Pedanten, Schulfüchsen und Vulgarisateurs) offenstünde und den Hauptzweck hätte, die Ignoranz der Fachgelehrten sowohl in der Wissenschaft selbst wie in ihrer Geschichte nachzuweisen. |502||
||501| Dem Anderson lag alle Untersuchung über das Verhältnis seiner Renttheorie zum System der politischen Ökonomie fern, was um so weniger Verwunderung erregen kann, als sein erstes Buch ein Jahr nach A.Smiths „Wealth of Nations" erschien, also in einem Augenblick, wo überhaupt das „System der politischen Ökonomie" sich erst konsolidierte, denn Steuarts System war auch nur wenige Jahre vorher erschienen. Aber was das Material betrifft, was Anderson innerhalb des speziellen Gegenstandes, den er betrachtete, vor sich hatte, war es unbedingt weiter als das Ricardos. Wie Ricardo in seiner Geldtheorie, der Reproduktion der Humeschen Theorie, speziell nur die Ereignisse von 1797–1809 vor Augen hatte, so in der Rententheorie, der Reproduktion der Andersonschen Theorie, – nichts als die ökonomischen Phänomene der Erhöhung der Kornpreise von 1800–1815.
Mit Bezug auf die Charakteristik von Ricardo wichtig, schlagend die folgenden Sätze:
„Ich finde es höchst bedauerlich, wenn Erwägungen zugunsten irgendeiner einzelnen Klasse es gestatten, die Zunahme des Reichtums und der Bevölkerung des Landes zu hemmen." (p.49, Ricardo „An Essay on the Influence of a low Price of Corn on the Profits of Stock etc.", London 1815, 2nd ed.)
Beim freien import of corn „land is abandoned"30. (l. c. p. 46.) Also Grundeigentum ist geopfert der Entwicklung der Produktion.
Aber bei derselben freien Korneinfuhr:
„Daß etwas Kapital verlorengeinge, kann nicht bestritten werden; aber ist der Besitz oder die Erhaltung von Kapital der Zweck oder das Mittel? Zweifelsohne das Mittel. Was wir wünschen, ist ein Überfluß an Waren" (Reichtum überhaupt) „und wenn bewiesen werden könnte, daß wir durch die Aufopferung eines Teils unseres Kapitals die jährliche Produktion jener Dinge erweitern könnten, die zu unserem Genuß und unserem Glück beitragen, dann dürfen wir wohl nicht murren über den Verlust eines Teils unseres Kapitals." (p.60, „On Protection to Agriculture", 4th ed., London 1822.)
„Our capital"31 nennt Ricardo das Kapital, das nicht uns oder ihm gehört, sondern von den Kapitalisten in Grund und Boden fixiert ist. Aber wir! ist der Durchschnitt der Nation. Die Vermehrung „unseres" Reichtums ist die Vermehrung des gesellschaftlichen Reichtums, der als solcher Zweck ist, gleichgültig mit Bezug auf die Partizipanten an diesem Reichtum!
„Für ein Individuum mit einem Kapital von 20 000 l., dessen Profite 2000 l. jährlich betragen, wäre es ein durchaus gleichgültig Ding, ob sein Kapital hundert oder tausend Arbeiter beschäftigt, ob die produzierten Waren sich zu 10 000 oder 20 000 l. verkaufen, immer vorausgesetzt, daß seine Profite in allen Fällen nicht unter 2000 l. fallen. Ist das reale Interesse einer Nation nicht dasselbe? Vorausgesetzt, ihr reales Nettoeinkommen, ihre Renten und Profite bleiben dieselben, so ist es nicht von der geringsten Wichtigkeit, ob die Nation aus 10 oder 12 Millionen Einwohnern besteht." (p. 416, „Principles of Political Economy", 3d ed.)
Hier ist das „Proletariat" dem Reichtum aufgeopfert. Sofern es gleichgültig für die Existenz des Reichtums, ist der Reichtum gleichgültig für seine Existenz. Bloße Masse – Menschenmasse – ist worth nothing32. Hier in 3 Beispielen die ||502|| wissenschaftliche impartiality33 Ric[ardos] exemplified34.
{Die Erde. (Natur) etc. ist das Element, worin das auf Agrikultur angewandte Kapital angelegt wird. Die Grundrente ist hier daher = dem Überschuß des Werts des in diesem Element geschaffnen Arbeitsprodukts über seinen Durchschnittspreis. Geht dagegen ein Naturelement (oder Stoff), das sich im Privateigentum eines Individuums befindet, in eine andre Produktion ein, deren Grundlage (physische) es nicht bildet, so kann die Grundrente, wenn sie bloß durch dies Eingehn des Elements stattfindet, nicht in dem Überschuß des Werts dieses Produkts über den Durchschnittspreis, sondern nur in dem Überschuß der allgemeinen Durchschnittspreise dieses Produkts über seinen eignen Durchschnittspreis bestehn. Z. B. ein Wasserfall mag einem manufactuerer die steam-engine35 ersetzen und ihm Konsum an Kohle sparen. Im Besitz dieses Wasserfalls würde er konstant den Twist z. B. über dessen Durchschnittspreis verkaufen und einen Surplusprofit machen. Dieser Surplusprofit fällt dem Grundeigentümer zu als Rente, wenn er den Wasserfall besitzt, und Herr Hopkins in seinem Buch über „Rente" bemerkt, daß in Lancashire die Wasserfälle nicht nur Rente, sondern je nach dem Grad ihrer natürlichen Fallkraft Differentialzölle zahlen.[31] Hier ist die Rente nichts als der Überschuß des durchschnittlichen Marktpreises des Produkts über seinen individuellen Durchschnittspreis.} ||502||
||502|| {In der Konkurrenz ist doppelte Bewegung der Ausgleichung zu unterscheiden. Die Kapitalien innerhalb derselben Produktionssphäre gleichen die Preise der innerhalb dieser Sphäre produzierten Waren zu demselben Marktpreis aus, wie sich immer der Wert dieser Waren zu diesem Preis verhalte. Der durchschnittliche Marktpreis müßte gleich dem Wert der Ware sein, wenn nicht die Ausgleichung zwischen den verschiednen Produktionssphären [wäre]. Zwischen diesen verschiednen Sphären gleicht die Konkurrenz die Werte zu den Durchschnittspreisen aus, soweit die Aktion der Kapitalien aufeinander nicht durch ein drittes Element – das Grundeigentum etc. – gehemmt, gestört wird.}
Es ist eine ganz falsche Ansicht Rodbertis, daß, weil eine Ware teurer als die andre, sie also mehr Arbeitszeit realisiert, sie deshalb auch mehr unbezahlte Arbeitszeit, Surplusarbeitszeit – bei gleicher Rate des Mehrwerts oder gleicher Exploitation der Arbeiter in den verschiednen Sphären – enthalten müsse. Wenn dieselbe Arbeit in unfruchtbarem Boden 1 qr. gibt, in fruchtbarem 3 (dasselbe bei guter oder schlechter Jahreszeit), wenn dieselbe Arbeit in sehr goldhaltigem Erdreich 1 Unze Gold gibt, wo in minder goldhaltigem oder erschöpftem nur 1/3 Unze, wenn dieselbe Arbeitszeit, die ein lb. Wolle produziert, 3 lbs. Wolle verspinnt, so sind d'abord die Werte des 1 qr. und der 3 qrs., der 1 Unze und der 1/3 Unze, des 1 lb. Wolle und der 3 lbs. Wollengarn (minus den Wert der in ihnen enthaltenen Wolle) gleich groß. Sie enthalten gleich viel Arbeitszeit, ergo nach der Voraussetzung, gleich viel Surplusarbeitszeit. Allerdings ist das in dem 1 qr. enthaltne Quantum Surplusarbeit größer, aber dafür ist es auch nur 1 qr., während es im andren Fall 3 qrs. sind oder 1 lb. Baumwolle, während es im andren Fall 3 lbs. Garn (minus den Wert des Materials) sind. Also die Massen gleich. Aber auch die proportionelle Größe des Mehrwerts, die einzelne Ware mit der einzelnen Ware verglichen, gleich. In dem 1 qr. oder dem 1 lb. Wolle ist, nach der Voraussetzung, ebensoviel Arbeit enthalten als in den 3 qrs. oder den 3 lbs. Garn. Das in Arbeitslohn ausgelegte Kapital ist daher gradesoviel größer als der Mehrwert. In dem 1 lb. Wolle ist 3 × soviel Arbeit enthalten als in 1 lb. Garn. Ist der Mehrwert 3 × größer, so bezieht er sich auf ein 3 × größres in Arbeitslohn ausgelegtes Kapital. Das Verhältnis bleibt also dasselbe.
Rod[bertus] berechnet hier ganz falsch oder vergleicht ganz falsch das in Arbeitslohn ausgelegte Kapital mit der größren oder geringren Quantität Waren, worin sich dieser Arbeitslohn realisiert. Dies aber eine ganz falsche Rechnung, wenn, wie er unterstellt, der Arbeitslohn gegeben ist oder die Rate des Mehrwerts. Dasselbe Arbeitsquantum, z. B. 12 Stunden, mag sich in x oder 3 x Ware darstellen. In einem Falle enthalte 1 x Ware soviel Arbeit und Surplusarbeit, wie 3 x in dem andren; aber in keinem Fall wäre mehr als 1 Arbeitstag ausgelegt und in keinem Falle die Rate des Mehrwerts z. B. mehr als 1/5. In dem ersten Fall verhielte sich 1/5 des einen x zu x, wie im zweiten 1/5 der 3 x zu 3 x, und nennen wir jedes der 3 x: x', x'', x''', so wäre in jedem x', x'', x''' 4/5 bezahlte und 1/5 unbezahlte Arbeit. Ganz richtig dagegen, daß, wenn unter der unproduktiven Bedingung ebensoviel Ware produziert werden soll als unter der produktiveren, mehr Arbeit, also auch mehr Surplusarbeit in der Ware enthalten ist. Dann ist aber auch verhältnismäßig ein größres Kapital ausgelegt. Um 3 x zu produzieren, müßte 3 × mehr Kapital ausgelegt werden (in Arbeitslohn) als um 1 x zu produzieren.
Nun ist es richtig, daß die Manufaktur nicht mehr Rohmaterial bearbeiten kann, als die Agrikultur liefert, also z. B. nicht mehr lbs. Wolle verspinnen kann, als lbs. Wolle produziert sind. Verdreifacht sich also die Produktivität der Wollspinnerei, so muß, wenn die Produktionsbedingungen der Wolle dieselben blieben, 3 × soviel Zeit als früher angewandt, 3 × soviel Kapital für die Arbeit der Wollproduktion verwandt werden, während nur dieselbe Arbeitszeit in der Spinnerei nötig würde, um diese verdreifachte Wolle zu spinnen. Aber die Rate bliebe dieselbe. Dieselbe Spinnarbeit hätte denselben Wert wie früher und enthielte denselben Surpluswert. Die wollproduzierende Arbeit hätte einen 3 × größren Surpluswert, aber daher hätte sich auch die in ihr enthaltne Arbeit oder das in Arbeitslohn vorgeschößne Kapital verdreifacht. Also der 3 × größre Surpluswert wäre berechnet auf ein 3fach größres Kapital. Es könnte also aus diesem Grunde nicht gesagt werden, daß die Rate des Mehrwerts in der Spinnerei niedriger stünde als in der Wollproduktion. Es könnte nur gesagt werden, daß das in Arbeitslohn ausgelegte Kapital in der einen 3 × so groß wie in der andren (da hier angenommen, daß die Veränderungen im Spinnen und Produzieren von Wolle aus keiner Veränderung in ihrem konstanten Kapital entfließen).
Man muß hier unterscheiden. Dieselbe Arbeit + capital constant gibt weniger Produkt in ungünstiger als günstiger season36, in unfruchtbarem als fruchtbarem Erdreich, in minder als in mehr metallhaltiger Mine. Das erstere37 Produkt also teurer, enthält mehr Arbeit und mehr Surplusarbeit auf dieselbe Anzahl Produkte; aber im andren Fall die Anzahl dieser Produkte um so größer. Ferner: Das Verhältnis zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit in jedem einzelnen Produkt der beiden Kategorien wird nicht dadurch berührt, denn enthält das einzelne Produkt weniger unbezahlte Arbeit, so enthält es, unter der Voraussetzung, weniger bezahlte Arbeit im selben Verhältnis. Es ist hier nämlich kein change38 in den Verhältnissen der organischen Bestandteile des Kapitals – zwischen variablem und konstantem Kapital – vorausgesetzt. Es ist vorausgesetzt, daß dieselbe Summe von variablem und konstantem Kapital unter den verschiednen Bedingungen verschiedne größre oder kleinere Quanta Produkt liefert.
Herr Rod[bertus] scheint dies beständig zu verwechseln und aus der bloßen Verteuerung des Produkts als selbstverständlich zu schließen auf größren Mehrwert. Was der Rate nach schon der Voraussetzung nach falsch ist, der Summe nach aber nur richtig, wenn mehr Kapital vorgeschossen in dem einen als in dem andren Fall, d.h. von dem mehr teuren Produkt soviel produziert wird wie früher von dem wohlfeilen oder Vervielfachung des mehr wohlfeilen39 Produkts (wie oben bei der Spinnerei) eine entsprechende Vervielfachung des mehr teuren40 voraussetzt.
||504| Daß die Rente, also auch der Bodenwert, steigen kann, obgleich die Rentrate dieselbe bleibt oder gar abnimmt, daß also auch die Fruchtbarkeit der Agrikultur zunimmt41, vergißt Ricardo manchmal, weiß es aber. Jedenfalls weiß es Anderson und wußten es Petty und D'Avenant schon. Dies nicht die Frage.
Ricardo abstrahiert von der Frage der absoluten Rente – die er der Theorie wegen leugnet, weil er von der falschen Voraussetzung ausgeht, daß, wenn der Wert der Waren durch die Arbeitszeit bestimmt ist, die Durchschnittspreise der Waren = ihren Werten sein müssen (weshalb er auch die falsche praktische Konklusion schließt, daß Konkurrenz fruchtbarer Bodenarten die minder fruchtbaren außer Bebauung werfen muß, auch wenn sie früher Rente trugen). Wären Werte der Waren und Durchschnittspreise der Waren identisch, so ist die absolute Grundrente – d.h. Grundrente des schlechtesten bebauten Bodens oder des ursprünglich bebauten Bodens – beides gleich unmöglich. Was ist Durchschnittspreis der Ware? Das in ihrer Produktion ausgelegte Gesamtkapital (konstantes + variables) + die in dem Durchschnittsprofit, z. B. 10 p. c., enthaltne Arbeitszeit. Produzierte also ein Kapital in einem Element, bloß weil dies ein besondres Naturelement, z. B. Grund und Boden ist, höhen Wert als der Durchschnittspreis, so stünde der Wert dieser Ware über ihrem Wert und dieser Surpluswert widerspräche dem Begriff des Wertes, gleich einem bestimmten Quantum Arbeitszeit zu sein. Ein Naturelement, etwas von der gesellschaftlichen Arbeitszeit Heterogenes, schlüfe Wert. Das kann aber nicht der Fall sein. Das in Erde schlechthin angelegte Kapital darf also keine Rente tragen. Der schlechteste Boden ist der Boden schlechthin. Trägt der bessere Boden Rente, so beweist dies nur, daß die Differenz der individuell notwendigen Arbeit von der sozial notwendigen sich in der Agrikultur fixiert, weil sie eine Naturbasis hat, während sie in der Industrie beständig verschwindet.
Es darf keine absolute Grundrente existieren, sondern nur die Differential-Grundrente. Denn die absolute zugeben, hieße zugeben, daß dies selbe Quantum Arbeit (vergegenständlichte, in capital constant ausgelegte und mit Arbeitslohn erkaufte) verschiedne Werte schafft, je nach dem Element, worin [die Arbeit verausgabt wird] oder dem Material, das sie bearbeitet. Gibt man aber diese Verschiedenheit des Werts zu – obgleich sich dieselbe Arbeitszeit in jeder der Produktionssphären im Produkt materialisiert, so gibt man zu, daß die Arbeitszeit nicht den Wert bestimmt, sondern etwas Heterogenes. Diese Differenz der Wertgrößen höbe den Begriff des Werts auf, höbe auf, daß seine Substanz gesellschaftliche Arbeitszeit, sein Unterschied also nur quantitativ und dieser quantitative Unterschied nur gleich dem Unterschied in den Quantis der angewandten gesellschaftlichen Arbeitszeit sein kann.
Die Erhaltung des Werts – nicht nur die Bestimmung der Wertgröße durch die verschiedne Größe der Arbeitszeit, sondern der Substanz des Werts durch die gesellschaftliche Arbeit – erheischt also die Leugnung der absoluten Grundrente. Leugnung der absoluten Grundrente aber kann doppelt ausgedrückt werden.
Erstens. Der schlechteste Boden darf keine Rente tragen. Bei den beßren Bodenarten erklärt sich die Rente aus dem Marktpreis, der derselbe für Produkte ist, die auf42 günstigen, wie für Produkte, die auf ungünstigen Bodenarten produziert sind. Aber der schlechteste Boden ist der Boden schlechthin. Er ist nicht in sich differenziert. Er unterscheidet sich nur als besondre Sphäre der Kapitalanlage von der industriellen Kapitalanlage. Trüge er Rente, so entspränge sie daraus, daß dasselbe Quantum Arbeit sich in verschiedenen Werten darstellt, wenn in verschiedenen Produktionssphären angelegt, daß also nicht das Arbeitsquantum selbst den Wert bestimmt und Produkte, worin gleiche Quanta Arbeit enthalten, nicht einander gleich seien.
||505| [Zweitens.] Oder auch der ursprünglich bebaute Boden darf keine Grundrente tragen. Denn was ist der ursprünglich bebaute Boden? Es ist weder beßrer noch schlechtrer Boden, der „ursprünglich" bebaut wird. Es ist Boden schlechthin. Nicht differenzierter Boden. Ursprünglich kann sich die Kapitalanlage in der Agrikultur von der Anlage in der Industrie nur durch die Sphären unterscheiden, worin diese Kapitalien angelegt sind. Da aber gleiche Quanta Arbeit sich in gleichen Werten darstellen, so ist absolut kein Grund vorhanden, warum das in Boden angelegte Kapital außer dem Profit noch eine Rente abwerfen soll, es sei denn, daß das in dieser Sphäre angelegte selbige Quantum Arbeit einen höhern Wert produziere, so daß das Surplus dieses Werts über den in der Manufaktur erzeugten Wert, einen Surplusprofit, = Rente, produziere. Das hieße aber sagen, daß der Boden als solcher Wert schafft, d. h. den Begriff des Werts selbst aufheben.
Der ursprünglich bebaute Boden darf also ursprünglich keine Rente tragen, ohne die ganze Werttheorie über den Haufen zu werfen. Hiermit verknüpft sich dann sehr leicht (obgleich nicht notwendig, wie Anderson zeigt) die Vorstellung, daß die Menschen ursprünglich sich natürlich nicht das schlechteste, sondern das beste Land zur Bebauung wählten. Daß also der ursprünglich keine Rente tragende Boden sie später trägt, weil man gezwungen wird, zu schlechteren Bodenarten herabzusteigen, und daß sich so in dem descensus43 zum Avernus, zum stets schlechten Boden, im Fortgang der Zivilisation und der Population, die Rente erheben muß auf dem ursprünglich bebauten fruchtbarsten Boden und dann gradatim44 auf dem folgenden, während der schlechteste Boden, der stets den Boden schlechthin vertritt – die besondre Sphäre der Kapitalanlage –, jedesmal nie Rente trägt. Dies alles hat einen mehr oder minder logischen Zusammenhang.
Weiß man dagegen, daß Durchschnittspreise und Werte nicht identisch, daß der Durchschnittspreis einer Ware =, > oder < als ihr Wert sein kann, so fällt die Frage, das Problem selbst fort und damit auch die Hypothesen zu seiner Lösung. Es bleibt nur die Frage, warum in der Agrikultur der Wert der Ware oder jedenfalls ihr Preis nicht über ihrem Wert, sondern über ihrem Durchschnittspreis steht? Die letzte Frage aber hat mit dem Fundament der Theorie, der Wertbestimmung als solcher, nichts mehr gemein.
Ricardo weiß allerdings, daß die „relativen Werte" der Waren, je nach dem verschiednen Verhältnis von capital fixe und in Arbeitslohn ausgelegtem Kapital {dies ist aber gar kein Gegensatz; capital fixe und capital circulantsind Gegensätze, und capital circulantschließt nicht nur Arbeitslohn, sondern Rohmaterial und matières instrumentales45. Z. B. in der Minenindustrie und Fischerei müßte dasselbe Verhältnis zwischen in Arbeitslohn ausgelegtem und in capital fixe ausgelegtem Kapital bestehn wie in der Schneiderei zwischen in Arbeitslohn ausgelegtem und in Rohmaterial ausgelegtem}, das in ihre Produktion eingeht, modifiziert werden. Aber er weiß zugleich, daß diese relativen Werte sich durch die Konkurrenz ausgleichen. Er läßt sogar den Unterschied nur eintreten, damit derselbe Durchschnitts-profit in diesen verschiednen Kapitalanlagen sich ergebe. D. h., diese relativen Werte, von denen er spricht, sind nur die Durchschnittspreise. Er kömmt gar nicht zum Einfall, daß Wert und Durchschnittspreis verschieden sind. Er kömmt nur zu ihrer Identität. Da diese Identität aber nicht existiert bei verschiednem Verhältnis der organischen Bestandteile des Kapitals, nimmt er sie als unerklärtes durch die Konkurrenz bewirktes fact an. Er kömmt also auch nicht zur Frage: Warum gleichen sich die Werte der Agrikulturprodukte nicht zu Durchschnitts|506|preisen aus? Er nimmt vielmehr an, daß sie es tun und stellt von diesem Gesichtspunkt aus das Problem.
Es ist absolut nicht einzusehn, warum Burschen à la Wilhelm Thukydides sich für Ric[ardos] Grundrententheorie ereifern. Von ihrem Standpunkt verlieren Ric[ardos] „halbe Wahrheiten", wie Thukydides herablassend sagt, ihren ganzen Wert.
Das Problem existiert für Ricardo nur, weil der Wert durch die Arbeitszeit bestimmt ist. Bei jenen Burschen das nicht der Fall. Nach Roscher hat die Natur als solche Wert. Sieh später. D. h., er weiß absolut nicht, was Wert ist. Was hindert ihn also, den Landwert in die Produktionskosten ursprünglich eingehn und die Rente formieren zu lassen, den Landwert, d. h. die Rente, zur Erklärung der Rente, vorauszusetzen?
Die Phrase der „Produktionskosten" bedeutet bei diesen Burschen nichts. Wir sehn es bei Say. Der Wert der Ware ist bestimmt durch die Produktionskosten, Kapital, Boden, Arbeit. Aber diese sind durch Nachfrage und Zufuhr bestimmt. D. h., es findet gar keine Bestimmung statt. Da die Erde „produktive Dienste" leistet, warum sollte der Preis dieser „Dienste" nicht durch Nachfrage und Zufuhr bestimmt sein wie die Dienste, die Arbeit oder Kapital leisten? Und da die „Erdienste" im Besitz gewisser Verkäufer, warum sollte ihr Artikel nicht einen prix courant46 haben, also die Grundrente als Element des Preises existieren? Man sieht, wie wenig Wilhelm Thukydides den geringsten Grund hatte, so wohlmeinend für die Ric[ardo]sche Theorie sich zu „erbosen".
Aber von der absoluten Grundrente abgesehen, bleibt bei Ric[ardo] die Frage: Die Bevölkerung und damit die Nachfrage nach Agrikulturprodukten wächst. Diese steigen damit im Preis, wie dies in ähnlichen Fällen in der Industrie geschieht. Aber in der Industrie hört diese Preiserhöhung auf, sobald die Nachfrage gewirkt und eine vermehrte Zufuhr der Waren geschaffen hat. Das Produkt sinkt jetzt auf den alten oder vielmehr unter den alten Wertlevel47. Aber in der Agrikultur wird dieses Zuschußprodukt weder zu demselben noch zu einem niedrigern Preis auf den Markt geworfen. Es kostet mehr und bewirkt konstantes Steigen der Marktpreise und damit Erhöhen der Rente. Wie dies erklären, wenn nicht dadurch, daß zu immer unfruchtbareren Bodenarten rekurriert wird, immer mehr Arbeit nötig wird, um dasselbe Produkt zu schaffen, die Agrikultur progressiv steriler wird? Warum, abgesehen vom Einfluß der Depreziation, stiegen die Agrikulturprodukte in England von 1797–1815 mit der raschen Entwicklung der Bevölkerung? Es beweist nichts, daß sie später wieder sanken. Es beweist nichts, daß die Zufuhr von fremden Märkten abgeschnitten war. Grade umgekehrt. Dies brachte erst die richtigen Bedingungen hervor, um das Gesetz der Grundrente reinen zu zeigen. Denn grade die Abschneidung des Auslands zwang im Inland, zu stets unfruchtbarerm Boden Zuflucht zu nehmen. Es ist dies nicht aus absoluter Vermehrung der Rente zu erklären, denn nicht das Rental allein stieg, sondern die Rentrate. Der Preis des qr. Weizen etc. stieg. Es ist nicht aus der Depreziation zu erklären, denn diese würde wohl erklären, warum bei großer Entwicklung der Produktivität in der Industrie die Industrie produkte fielen, also die Agrkulturprodukte relativ im Preis stiegen. Es würde nicht erklären, warum außer diesem relativen Steigen die Preise der Agrkulturprodukte fortwährend absolut stiegen. Ebensowenig ist es als Folge des Fallens der Profitrate zu erklären. Diese würde nie einen Wechsel in den Preisen, sondern nur einen Wechsel in der Verteilung des Werts oder des Preises zwischen landlord, manufacturer und Arbeiter erklären.
Was die Depreziation angeht, so nimm an, 1 l. nun = 2 l. Ein qr. Weizen, der früher = 2 l. nun = 4. Fiel das Industrieprodukt auf 1/10, so früher wert 20 sh., jetzt 2 sh. Diese 2 sh. aber jetzt = 4 sh. Die Depreziation könnte allerdings mit der Sache zu tun haben, ferner die Mißernten.
||507| Aber von alledem abgesehn, kann angenommen werden, daß für den damaligen Stand der Agrikultur (für Weizen) unfruchtbares Land bebaut wurde. Dasselbe Land später fruchtbar, indem die Differentialrenten – der Rate nach – sanken, wie, das beste Barometer, die Weizenpreise beweisen.
Die höchsten Preise 1800 und 1801 und 1811 und 1812; sind die ersten – Jahre des Mißwachsens, die zweiten – des Höhepunkts der Depreziation. Ebenso 1817 und 1818 Jahre der Depreziation. Zieht man aber diese Jahre ab, so bleibt wohl (später nachzusehn) der Durchschnittspreis.
Bei dem Vergleichen der Weizenpreise etc. in verschiedenen Jahresperioden ist zugleich wichtig, die produzierten Massen zu soundso viel per qr. zu vergleichen, indem grade so sich herausstellt, wiefern die additional48 Kornfabrikation Einfluß auf den price49.
Average wheat prices50
| Yearly average price51 | Höchster Preis | Niedrigster Preis | |
|---|---|---|---|
| 1641–1649 | 60 sh. 52/3 d. | [75 sh. 6 d. (1645)] | [42 sh. 8 d. (1646)] |
| 1650–1659 | 45 sh. 89/10 d. | 68 sh. 1 d. (1650) | 23 sh. 1 d. (1651) |
| 1660–1669 | 44 sh. 9 d. | 65 sh. 9 d. (1662) | 32 sh. 0 d. (1666 u. 1667) |
| 1670–1679 | 44 sh. 89/10 d. | 61 sh. 0 d. (1674) | 33 sh. 0 d. (1676) |
| 1680–1689 | 35 sh. 78/10 d. | 41 sh. 5 d. (1681) | 22 sh. 4 d. (1687) |
| 1690–1699 | 50 sh. 41/10 d. | 63 sh. 1 d. (1695) | 30 sh. 2 d. (1691) |
Zählen wir von 1650–1699, so ist in diesen 50 Jahren der Durchschnittspreis (jährlich) 44 sh. 21/5 d.
Während des Zeitraums (9 Jahre) von 1641–1649 ist der highest yearly average price52 75 sh. 6 d. für das Revolutionsjahr 1645, dann 71 sh. 1 d. für 1649, 65 sh. 5 d. für 1647 und der niedrigste Preis 42 sh. 8 d. für 1646.
II
| Yearly average price | Die highest und niedrigsten Preise in jeder decennial period53 | ||
|---|---|---|---|
| 1700–1709 | 35 sh. 1/10 d. | 69 sh. 9 d. (1709) | 25 sh. 4 d. (1707) |
| 1710–1719 | 43 sh. 6 7/10 d. | 69 sh. 4 d. (1710) | 31 sh. 1 d. (1719) |
| 1720–1729 | 37 sh. 3 7/10 d. | 48 sh. 5 d. (1728) | 30 sh. 10 d. (1723) |
| 1730–1739 | 31 sh. 5 5/10 d. | 58 sh. 2 d. (1735) | 23 sh. 8 d. (1732) |
| 1740–1749 | 31 sh. 7 9/10 d. | 45 sh. 1 d. (1740) | 22 sh. 1 d. (1743 u. 1744) |
Durchschnittspreis (jährlich) für die 50 Jahre 1700 bis 1749: 35 sh. 9 22/50 d.
III
| Yearly average price | Die highest und lowest prices54 in jeder decennial period | ||
|---|---|---|---|
| 1750–1759 | 36 sh. 4 5/10 d. | 53 sh. 4 d. (1757) | 28 sh. 10 d. (1750) |
| 1760–1769 | 40 sh. 4 9/10 d. | 53 sh. 9 d. (1768) | 26 sh. 9 d. (1761) |
| 1770–1779 | 45 sh. 3 9/10 d. | 52 sh. 8 d. (1774) | 33 sh. 8 d. (1779) |
| 1780–1789 | 46 sh. 9 2/10 d. | 52 sh. 8 d. (1783) | 35 sh. 8 d. (1780) |
| 1790–1799 | 57 sh. 6 5/10 d. | 78 sh. 7 d. (1796) | 43 sh. 0 d. (1792) |
Jährlicher average55 für die 50 Jahre 1750 bis 1799: 45 sh. 3 13/50 d.
IV
| Yearly average price | Die highest und lowest yearly average prices in jeder decennial period | ||
|---|---|---|---|
| 1800–1809 | 84 sh. 8 5/10 d. | 119 sh. 6 d. (1801) 113 sh. 10 d. (1800) |
58 sh. 10 d. (1803) |
| 1810–1819 | 91 sh. 4 9/10 d. | 126 sh. 6 d. (1812) 109 sh. 9 d. (1813) 106 sh. 5 d. (1810) |
65 sh. 7 d. (1815) 74 sh. 4 d. (1814) 74 sh. 6 d. (1819) |
| 1820–1829 | 58 sh. 9 7/10 d. | 68 sh. 6 d. (1825) | 44 sh. 7 d. (1822) |
| 1830–1839 | 56 sh. 8 9/10 d. | 66 sh. 4 d. (1831) | 39 sh. 4 d. (1835) |
| 1840–1849 | 55 sh. 11 4/10 d. | 69 sh. 5 d. (1847) | 44 sh. 6 d. (1849) |
| 1850–1859 | 53 sh. 4 7/10 d. | 74 sh. 9 d. (1855) | 40 sh. 4 d. (1850) |
Yearly average56 für die 50 Jahre 1800 bis 1849: 69 sh. 69/50 d.
Yearly average für die 60 Jahre 1800 bis 1859: 66 sh. 914/15 d.
Also yearly averages:
1641–1649 60 sh. 52/3 d.
1650–1699 44 sh. 21/5 d.
1700–1749 35 sh. 929/50 d.
1750–1799 45 sh. 313/50 d.
1800–1849 69 sh. 69/50 d.
1850–1859 53 sh. 47/10 d.
West selbst sagt:
„In einem verbesserten Stand der Agrikultur kann auf dem Boden zweiter und dritter Qualität mit ebenso geringen Kosten Produkt gewonnen werden wie unter dem alten System auf dem Boden erster Qualität." (Sir Edu. West, „Price of Corn and Wages of Labour", London 1826, p. 98.)
Hopkins faßt richtig den Unterschied zwischen der absoluten und der Differentialrente:
„Das Prinzip der Konkurrenz macht 2 Profitraten unmöglich in demselben Land; aber das bestimmt die relativen Renten, aber nicht den allgemeinen Durchschnitt der Rente." (p. 30 Th. Hopk[ins], „On Rent of Land, and its Influence on Subsistence and Population", London 1828.)
||508a| Hopkins macht folgenden Unterschied zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit oder, wie er sagt, primärer und sekundärer:
„Wenn alle Arbeiter für den gleichen Zweck oder für ein gleiches Ziel beschäftigt würden wie der Diamantschleifer und der Opernsänger, würde in kurzer Zeit kein Reichtum da sein, diese zu unterhalten, weil dann nichts von dem produzierten Reichtum Kapital werden würde. Wenn ein beträchtlicher Teil so beschäftigt würde, würden die Löhne niedrig sein, weil nur ein relativ kleiner Teil von dem, was produziert wird, als Kapital gebraucht würde; aber wenn nur einige der Arbeiter so beschäftigt werden und selbstverständlich fast alle Ackersleute, Schuhmacher, Weber usw. wären, dann würde viel Kapital produziert werden, und die Löhne könnten verhältnismäßig hoch sein." (l. c. p. 84, 85.) „Mit dem Diamantenschleifer und dem Sänger müßten alle die in eine Reihe gestellt werden, die für die Landlords oder Rentiers arbeiten und die einen Teil von deren Einkommen als Lohn erhalten, faktisch alle, deren Arbeit sich bloß auf die Produktion solcher Dinge beschränkt, die die Landlords und Rentiers erfreuen, und alle, die als Ersatz für ihre Arbeit einen Teil der Rente des Landlords oder des Einkommens der Rentiers erhalten. Das sind alles produktive Arbeiter, aber alle ihre Arbeiten haben den Zweck, den Reichtum, der in der Gestalt von Renten und jährlichen Einkommen vorhanden ist (in eine andere Form zu verwandeln), der in dieser anderen Form den Landlord und Rentier mehr befriedigen soll, und daher sind sie sekundäre Produzenten. Alle anderen Arbeiter sind primäre Produzenten." (l. c. p. 85.)
Diamant und Gesang, beide realisierte Arbeit, können, wie alle Waren, in Geld und als Geld in Kapital verwandelt werden. Aber bei dieser Verwandlung des Geldes in Kapital ist zweierlei zu unterscheiden. Alle Waren können in Geld und als Geld in Kapital verwandelt werden, weil in ihrer Form als Geld ihr Gebrauchswert und seine besondre Naturalform ausgelöscht ist. Sie sind vergegenständlichte Arbeit in der gesellschaftlichen Form, worin selbe mit jeder realer Arbeit austauschbar, also in jede Form realer Arbeit konvertierbar. Ob dagegen die Waren – die das Produkt von Arbeit sind – als solche wieder [als] Elemente in das produktive Kapital eingehn können, hängt davon ab, ob die Natur ihrer Gebrauchswerte ihnen erlaubt, wieder in den Produktionsprozeß einzugehn – sei es als objektive Arbeitsbedingungen (Werkzeug und Material), sei es als subjektive Arbeitsbedingung (Lebensmittel der Arbeiter), (also Elemente des konstanten oder variablen Kapitals).
„In Irland nach mäßiger Berechnung und dem Zensus von 1821 das ganze Nettoprodukt, das an den Landlord geht, an den Staat und die Zehnten-Empfänger, 203/4 Millionen l., die ganzen Löhne aber nur 14 114 000 l." (Hopkins, l. c. p. 94.)
„Die Landlords" in Italy „zahlen im allgemeinen 1/2 und eben mehr als 1/2 des Produkts als Rente an den Landlord bei mäßiger Fertigkeit in der Agrikultur und ungenügender Ausstattung mit fixem Kapital. Der größere Teil der Bevölkerung besteht aus sekundären Produzenten und Landlords, und im allgemeinen sind die primären Produzenten eine arme und erniedrigte Klasse." (p. 101, 102.)
„Derselbe Fall in Frankreich unter Louis XIV. [XV. und XVI.]. Nach Young 140 905 304 l. in Rente, Zehnten und Steuern. Dabei Ackerbau miserabel. Die Population Frankreichs damals 26 363 074. Wenn selbst 6 Millionen der arbeitenden Bevölkerung, was zu hoch, hätte jede Familie zu liefern gehabt, jährlich direkt oder indirekt, einen Durchschnitt von etwa 23 l. des Nettoreichtums an die Landlords, an die Kirche und an den Staat." Nach Youngs Angaben, noch allerlei in Anschlag gebracht, kommt auf die Arbeiterfamilie „jährlich 42 l. 10 sh. Produkt, 23 davon sind an andere zu zahlen und 19 l. 10 sh. bleiben für ihren eigenen Unterhalt". (l. c. p. 102–104.)
Abhängigkeit der Bevölkerung vom Kapital.
„Der Irrtum des Herrn Malthus und seiner Nachfolger ist in der Annahme begründet, daß einer Reduzierung der arbeitenden Bevölkerung keine ihr entsprechende Reduzierung des Kapitals folgen würde." (l. c. p. 118.) „Herr Malthus vergißt, daß die Nachfrage begrenzt ist durch die Mittel, die da sind, um Löhne zu zahlen und" daß „diese Mittel nicht spontan entstehen, sondern immer vorher durch die Arbeit geschaffen werden." (l. c. p. 122.)
Dies die richtige Ansicht von der Akkumulation des Kapitals. Aber die means57 können wachsen, i. e. das Quantum surplus produce58 oder surplus labour59, ohne daß die Masse Arbeit gleichmäßig wächst.
„Sonderbar diese starke Neigung, überschüssigen Reichtum als für die arbeitende Klasse vorteilhaft hinzustellen, weil er ihr Arbeitsmöglichkeit gibt! Aber auch wenn er dies tut, so offensichtlich ||509|| nicht deswegen, weil er überschüssig ist, weil er dieses Vermögen hat, sondern weil er Reichtum ist, der durch Arbeit geschaffen wurde, während gleichzeitig eine zusätzliche Arbeitsmenge den arbeitenden Klassen als schädlich dargestellt wird, obwohl diese Arbeit 3× soviel produziert als sie konsumiert." (l. c. p. 126.)
„Wenn durch den Gebrauch einer besseren Maschinerie das ganze primäre Produkt von 200 auf 250 oder 300 erhöht werden könnte, während auf das Reineinkommen und den Profit nur 140 entfallen, dann ist es klar, daß als Fonds für die Arbeitslöhne der primären Produzenten 110 oder 160 statt 60 bleiben würden." (l. c. p. 128.)
„Die Lage der Arbeiter ist schlecht geworden, entweder weil ihre Produktivkraft gelähmt oder weil ihnen genommen wird, was sie produziert haben." (l. c. p. 129.)
„Nein, sagt Herr Malthus, ‚die Schwere deiner Last hat nicht das geringste zu tun mit deinem Elend; das kommt lediglich daher, daß zu viele Menschen sie tragen‘." (l. c. p. 134.)
„In dem allgemeinen Prinzip, daß die Produktionskosten den Tauschwert aller Waren bestimmen, sind die Rohmaterialien nicht eingeschlossen; aber der Anspruch, den ihre Eigentümer auf das Produkt haben, läßt die Rente in den Wert eingehen." (p. 11. Th. Hopkins „Economical Enquiries relative to the Laws which regulate Rent, Profit, Wages, and the Value of Money", London 1822.)
„Rente oder ein Preis für die Benutzung entsteht ganz natürlich aus dem Eigentum oder der Einführung eines Eigentumsrechts." (l. c. p. 13.)
„Alles kann eine Rente abwerfen, wenn es folgende Eigenschaften besitzt: Erstens muß es ziemlich rar sein; zweitens muß es die Kraft haben, die Arbeit bei dem großen Werk der Produktion zu unterstützen." (l. c. p. 14.) Man darf natürlich nicht den case60 a id="S134"setzen, „wo Land im Vergleich zur Arbeit und dem darauf angewandten Kapital“ {abundance or scarcity of land61 sind natürlich relativ, beziehn sich auf die disposable quantity of labour and capital62} „so reichlich vorhanden ist, daß keine Rente gefordert werden könnte, weil es nicht rar ist“. (l. c. p. 21.)
„In einigen Ländern kann der lord 50% ausquetschen, in andren nicht 10. In den fruchtbaren Gegenden des Ostens kann der Mensch von 1/3 des Produkts seiner Arbeit, die er auf den Boden verwendet hat, leben; aber in Teilen der Schweiz und Norwegens könnte die Eintreibung von 10% das Land entvölkern... Wir sehen keine natürlichen Grenzen der Rente, die eingetrieben werden kann, als die beschränkte Zahlungsfähigkeit der Zahler“ (p. 31) und „wenn schlechtere Böden vorhanden sind, die Konkurrenz dieser schlechten Böden gegen die besseren.“ (p. 33, 34.)
„In England [ist] viel Gemeindeland, dessen natürliche Fruchtbarkeit derjenigen gleichkommt, die ein großer Teil des jetzt kultivierten Bodens besaß, ehe er in Anbau genommen wurde; und doch sind die Kosten, solches Gemeindeland zu kultivieren, so groß, daß es das darauf verwendete Geld nicht zu dem gewöhnlichen Satz zu verzinsen vermag und nichts als Rente für die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens übrigläßt: und das trotz aller Vorteile unmittelbarer Anwendung von Arbeit, die durch geschickt angewandtes Kapital unterstützt und mit billig produzierten Manufakturwaren versorgt wird; außerdem gute Straßen in der Nachbarschaft etc. ... Die gegenwärtigen Grundeigentümer können als die Eigentümer all der aufgehäuften Arbeit betrachtet werden, die seit Jahrhunderten verausgabt worden ist, um das Land auf den gegenwärtigen Stand der Produktivität zu bringen.“ (l. c. p. 35.)
Es ist dies ein sehr wichtiger Umstand bei der Grundrente, namentlich, wenn die Population plötzlich bedeutend wächst, wie von 1780–1815 infolge der Fortschritte in der Industrie, und daher ein großer Teil bisher unbebauter Ländereien der Kultur plötzlich unterworfen wird. Das neubebaute Land mag ebenso fruchtbar, ja fruchtbarer sein als das alte war, bevor die Kultur von Jahrhunderten sich in ihm akkumulierte. Was aber von dem neuen Land verlangt wird – wenn es nicht zu teurerem Preise verkaufen soll – ist, daß seine Fruchtbarkeit gleich sein soll erstens der natürlichen Fruchtbarkeit des bebauten ||510| Bodens und zweitens seiner künstlich durch Kultur produzierten, aber jetzt natürlich gewordnen Fruchtbarkeit. Der neubebaute Boden müßte also viel fruchtbarer sein, als der alte vor seiner Kultur war.
Aber man wird sagen:
Die Fruchtbarkeit des bebauten Bodens rührt erstens von seiner natürlichen Fruchtbarkeit her. Es hängt also von der natürlichen Beschaffenheit des neubebauten Bodens ab, ob er diese aus der Natur entspringende und ihr geschuldete Fruchtbarkeit besitzt oder nicht. Sie kostet in beiden Fällen nichts. Der andre Teil der Fruchtbarkeit des bebauten Bodens ist künstliches Produkt, der Kultur geschuldet, der Anlage von Kapital. Dieser Teil der Produktivität kostete aber Produktionskosten, die im Zins des in die Erde versenkten capital fixe bezahlt werden. Dieser Teil der Grundrente ist bloß Zins des der Erde vermählten capital fixe. Er geht daher in die Produktionskosten des Produkts des altbebauten Bodens ein. Es ist also nur dasselbe Kapital auf den neubebauten Boden zu werfen, und dieser wird auch diesen zweiten Teil der Fruchtbarkeit erhalten; wie bei dem ersten werden die Zinsen des zur Hervorbringung dieser Fruchtbarkeit angewandten Kapitals in den Preis des Produkts eingehn. Warum sollte also neuer Boden – ohne ungleich fruchtbarer zu sein – nicht ohne steigenden Preis des Produkts bebaut werden können? Ist die natürliche Fruchtbarkeit dieselbe, so ist die Differenz nur durch die Kapitalanlage gebildet, und der Zins für dies Kapital geht in beiden Fällen gleichmäßig in die Produktionskosten ein.
Dies Räsonnement jedoch falsch. Ein Teil der Kosten der Urbarmachung etc. wird nicht weiter gezahlt, indem die dadurch erzeugte Fruchtbarkeit, wie schon Ricardo bemerkt, zum Teil mit der natürlichen Qualität des Bodens verwachsen ist (also Kosten der Ausrodung, Entwäßrung, Trockenlegung, Planierung, chemische Änderung des Bodens infolge fortgesetzter chemischer Prozesse etc.). Der neubebaute Boden müßte also – wenn er zu demselben Preis soll verkaufen können wie der letztbebaute Boden – fruchtbar genug sein, damit dieser Preis für ihn den Teil der Urbarmachungskosten decke, der in seine eignen Produktionskosten eingeht, der aber aufgehört hat in die Kosten des altbebauten Bodens einzugehn, sondern hier mit der natürlichen Fruchtbarkeit des Bodens verwachsen ist.
„Ein günstig gelegener Wasserlauf liefert das Beispiel einer Rente, die für eine angeeignete Naturgabe der denkbar exklusivsten Art gezahlt wird. Das versteht man sehr gut in den Manufakturdistrikten, wo ansehnliche Renten für kleine Wasserläufe gezahlt werden, besonders wenn das Gefälle groß ist. Da die von solchen fließenden Gewässern gewonnene Kraft gleich ist der, die starke Dampfmaschinen hervorbringen, ist es ebenso vorteilhaft, sie zu benutzen, wenn auch eine hohe Rente dafür zu zahlen ist, als große Summen für die Aufstellung und den Betrieb von Dampfmaschinen zu verausgaben. Dazu sind von den Wasserläufen einige größer, einige kleiner. Die Nähe des Sitzes einer Manufaktur ist auch ein Vorteil, der eine höhere Rente schafft. In den Grafschaften York und Lancaster ist die Differenz zwischen den Renten für die kleinsten und größten fließenden Gewässer wahrscheinlich größer als die zwischen den Renten für fünfzig der unfruchtbarsten und fünfzig der fruchtbarsten Acres, die zusammen bebaut werden.“ (Hopkins, l.c. p.37, 38.)
Vergleichen wir oben die average prices63 und ziehn wir ab, was erstens der Depreziation geschuldet (1809–1813), zweitens besonders schlechten Jahreszeiten wie 1800 und 1801, so ein sehr wichtiges Element, wieviel neuer Boden bebaut wurde at a given moment or during a given period64. Steigen des Preises auf den bebauten Ländereien zeigt hier Wachsen der Bevölkerung und daher Überschuß des Preises, anderseits dasselbe Zunehmen der Nachfrage bringt hervor die cultivation of fresh soil65. Hat diese Masse relativ sehr zugenommen, so beweist der steigende Preis und der höhere Preis als in früherer Periode nichts, als daß ein großer Teil von Urbarmachungskosten in the additional quantity of food created66 eingeht. Wäre der Preis nicht gestiegen, so hätte die creation67 nicht stattgefunden. Wie Wirkung derselben, Fall des Preises, kann erst später sich zeigen, da in den Preis der recently68 created food an element of cost of production or price enters, that has long become extinct in the older applications of capital to land, or in the older portions of the soil cultivated. The difference would be even greater if, consequent upon the increased productivity of labour, the cost appropriating soil to cultivation, had not greatly fallen, as compated to the costs of cultivation in former, bygone periods.
||51|| The transformation of new land, whether more or equally or less fertile than old land, into such a state (and this state is given by the general rate of adaptation to culture prevailing on the existing land under cultivation) as to enable it for application of capital and labour – under the same conditions under which capital and labour is employed on the average quantity of cultivated soil – this adaptation must be paid for by the costs of converting waste land into cultivated land. This difference of cost must be borne by the newly cultivated land. If it not enters into the price of its produce, there are only two cases possible, under which such a result can be realized. Either the produce of the newly cultivated land is not sold at its real value. Its price stands below its value, as is in fact the case with most of the land bearing no rent, because its price is not constituted by its own value, but by the value of the produce derived from more fertile soils. Or the newly cultivated land must be so fertile, that, if it was sold at its immanent, own value, according to the quantity of labour realized in it, it would be sold at a less price than the price of produce grown on the formerly cultivated soil.
If the difference between its inherent value and the market price settled by the value of the cultivated soil is such, that it amounted for instance to 5 p.c. and if on the other hand the interest, entering into its costs of production on the part of the capital employed to bring it up to the level of productive ability, common to the old soils, amounted also to 5 p.c., then the newly cultivated land would grow produce, able to pay at the old market price the usual wages, profits and rents. If the interest of the capital employed amounted to 4 p.c. only while its degree of fertility exceeded 4 p.c., as compared to the older soils, the market price, after the deduction of the 4 p.c. interest for the capital employed to bring the new land into a „cultivable" state would leave a surplus, or it might be sold at a lower price than the market price settled by the value of the least69 fruitful soil. Rents consequently would generally be lowered, together with the market price of the produce.
Absolute rent is the excess of value over the average price of raw produce. Differential rent is the excess of the market price of the produce grown on favoured soils over the value of their own produce.
If, therefore, the price of raw produce rises or remains constant in periods in which a relatively large part of the additional food, required by the increase of population, is produced on soil which from a state of wasteness has been converted into a state of cultivation, this constancy or rise of prices does not prove that the fertility of the land has decreased, but only that it has not increased to such a degree as to counteract the fresh element of production – formed by the interest of capital applied with a view to bringing the uncultivated land to a level of the common conditions of production, under which the old soils – in a given state of development – are cultivated.
Selbst der konstante oder steigende Preis – wenn die relative Quantität des neubebauten Bodens verschieden in verschiednen Perioden – beweist also nicht, daß der neue Boden unfruchtbar ist oder weniger Produkt liefert, sondern nur, daß ein Kostenelement in den Wert seiner Produkte eingeht, which has become extinct in the older cultivated soils70, und dies neue Kostenelement bleibt, obgleich unter den neuen Produktionsbedingungen die Kosten der Urbarmachung sehr gefallen sind, verglichen mit den Kosten, die nötig waren, um den alten Boden to bring from its original, natural state of fertility to its present state71. Es wäre also bei den verschiednen ||512| Perioden die relative Proportion der enclosures zu konstatieren.
Im übrigen zeigt uns die obige Liste (p. 507, 508):
Die decennial periods72 betrachtet, steht die Periode von 1641–1649 höher als irgendein decennial period bis 1860, mit Ausnahme des decennial period von 1800–1809 und 1810–1819.
Die fünfzigjährigen periods betrachtet, steht die von 1650–1699 höher als die von 1700–1749, und die von 1750–1799 steht höher als die von 1700 bis 1749 und niedriger als die von 1800–1849 (oder 1859).
Das Sinken der Preise ist regelmäßig in der Periode von 1810–1859, während in der Periode von 1750–1799, obgleich der 50jährige Durchschnittspreis niedriger, eine aufsteigende Bewegung ebenso regelmäßig aufsteigend wie die von 1810–1859 fallend.
In fact73, verglichen mit der period of 1641–1649, findet im ganzen fortwährend Sinken der decennial average prices74 statt, bis dies Sinken in den beiden letzten decennial periods der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreicht (niedrigsten Punkt).
Von der Mitte des 18. Jahrhunderts findet Aufsteigen statt, das seinen Ausgang nimmt von einem Preis (36 sh. 45/10 d. 1750–1759), niedriger als der 50jährige Durchschnittspreis der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und ungefähr entsprechend etwas höher als der Durchschnittspreis der 50jährigen Periode von 1700–1749 (35 sh. 929/50 d.), der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Diese aufsteigende Bewegung dauert progressiv fort in den 2 decennial periods 1800–1809 und 1810–1819. In der letzten erreicht sie ihre acme75. Von da an findet wieder die fallende Bewegung regelmäßig statt. Nehmen wir den Durchschnitt der aufsteigenden Periode von 1750 bis 1819, so ihr Durchschnittspreis (etwas mehr als 57 sh. per qr.) gleich dem Ausgangspunkt der sinkenden Periode von 1820 an (nämlich etwas über 58 sh. für die decennial period von 1820–1829); ganz wie der Ausgangspunkt für die 2te Hälfte des 18. Jahrhunderts [gleich ist] dem Durchschnittspreis seiner ersten Hälfte.
Wie sehr einzelne Umstände, Mißernte, Depreziation des Geldes etc., die Durchschnittszahl affizieren können, zeigt jedes Rechenexempel. Z. B. 30 + 20 + 5 + 5 + 5 = 65. Durchschnitt = 13, obgleich hier die 3 letzten Nummern immer nur = 5. Dagegen 12 + 11 + 10 + 9 + 8[= 50], Durchschnitt = 10, obgleich, wenn man die exzeptionellen 30 und 20 in der ersten Reihe wegstreicht, der Durchschnitt von any three years76 in [der] zweiten größer wäre.
Zieht man die Differentialkosten für das zur Urbarmachung sukzessiv angelegte Kapital ab, das for a certain period enters as an item into cost77, so vielleicht die Preise von 1820–1859 niedriger als any früheren. Und dies schwebt wohl z. T. den Lümmeln vor, die die Rente aus Zins für in die Erde gesenktes fixes Kapital erklären.
Anderson sagt in:
„A calm Investigation of the circumstances that have led to the present scarcity of grain in Britain“, Lond. 1801:
„Von 1700 zu 1750 beständiger Fall der Preise von 2 l. 18 sh. 1 d. zu 1 l. 12 sh. 6 d. per Quarter of wheat78; von 1750 bis 1800 beständiger rise79 von 1 l. 12 sh. 6 d. zu 5 l. 10 sh. per Quarter wheat.“ (p. 11.)
Er hatte also nicht wie West, Malthus, Ricardo einseitig das Phänomen einer steigenden Skala der Getreidepreise (von 1750–1813) vor sich, sondern vielmehr die doppelte Erscheinung, ein ganzes Jahrhundert, wovon die erste Hälfte eine beständig fallende, die zweite eine beständig steigende Skala der Getreidepreise zeigt. Er bemerkt ausdrücklich:
„Die Population so gut im Wachsen während der ersten als während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.“ (l. c. p. 12.)
Er ist ein dezidierter Feind der Bevölkerungstheorie und behauptet ausdrücklich die steigende und perennierende Verbesserungsfähigkeit der Erde.
„Die Erde kann durch chemische Einflüsse und Bearbeitung immer besser gemacht werden.“ (l. c. p. 38.)
||513| „Unter einem weisen System der Bewirtschaftung kann die Produktivität des Bodens von Jahr zu Jahr zunehmen während eines Zeitraumes, für den keine Grenze angegeben werden kann, bis sie schließlich eine Höhe erreichen mag, von der wir uns vielleicht zur Zeit keine Vorstellung machen können.“ (p. 35, 36.)
„Dies kann mit Sicherheit gesagt werden, daß die gegenwärtige Bevölkerung so unbedeutend ist, verglichen mit der, die dies Eiland unterhalten kann, daß sie weit unter jedem Grad ernstlicher Erwägung steht." (p.37.)
„Wo die Bevölkerung zunimmt, muß damit auch das Produkt des Landes wachsen, wenn nicht irgendeinem moralischen Einfluß gestattet wird, die Ökonomie der Natur zu stören." (p.41.)
Die „Bevölkerungstheorie" ist „das gefährlichste Vorurteil". (p.54.) Die „Produktivität der Agrikultur", sucht er historisch nachzuweisen, steigt mit wachsender und fällt mit abnehmender Population. (p.55, 56, 60, 61 sqq.)
Das erste bei richtiger Auffassung der Rente war natürlich, daß sie nicht aus dem Boden stammt, sondern aus dem Produkt der Agrikultur, also der Arbeit, aus dem Preis des Arbeitsprodukts, z.B. des Weizens. Aus dem Wert des Agrikulturprodukts, der auf dem Grund und Boden angewandten Arbeit, nicht aus dem Grund und Boden, und dies hebt Anderson richtig hervor.
„Es ist nicht die Rente vom Boden, die den Preis seines Produkts bestimmt, sondern es ist der Preis dieses Produkts, der die Grundrente bestimmt, obgleich der Preis dieses Produkts oft am höchsten in den Ländern ist, wo die Grundrente am tiefsten steht."
{Die Rente hat also nichts zu tun mit der absoluten Produktivität der Agrikultur.}
„Dies scheint ein Paradoxon zu sein, das eine Erklärung verdient. In jedem Lande gibt es verschiedene Bodenarten, die an Fruchtbarkeit erheblich voneinander abweichen. Wir werden jetzt voraussetzen, daß sie in verschiedene Klassen geordnet sind, die wir mit den Buchstaben A, B, C, D, E, F etc. bezeichnen werden. Die Klasse A umfaßt die Böden mit größter Fruchtbarkeit, und die anderen Buchstaben drücken die verschiedenen Bodenklassen aus, die graduell an Fruchtbarkeit abnehmen, je weiter sie sich von der ersten entfernen. Da nun die Kosten der Bebauung des unfruchtbarsten Bodens ebenso groß oder größer sind als die des fruchtbarsten, so folgt daraus notwendigerweise, daß, wenn eine gleiche Menge Korn, von welchem Feld sie auch stammen mag, den gleichen Preis erzielt, der Profit aus dem Anbau des fruchtbarsten Bodens viel größer sein muß als der von anderen Böden"
{nämlich der excess of price over the expenses or the price of the capital advanced80}
„und da dieser" {nämlich der Profit} „in dem Maße abnimmt, wie die Unfruchtbarkeit größer wird, so muß es schließlich dahin kommen, daß die Kosten der Bebauung mancher der niederen Bodenklassen dem Wert des ganzen Produkts gleichkommen." (p.45–48.)
Der letzte Boden zahlt keine Rente. (Dies ist zitiert nach McCulloch „The Literature of polit. econ.", London 1845. Zitiert Mc[Culloch] hier aus „An Enquiry into the Nature of the Corn Laws“ oder aus „Recreations in Agriculture, Natural History, Arts etc.“, London 1799–1802? Dies auf dem Museum nachzusehn.)
Was Anderson hier „value of the whole produce“81 nennt, ist in seiner Vorstellung offenbar nicht als der Marktpreis, zu dem das Produkt, wachse es auf beßrem oder schlechterm Boden, verkauft wird. Dieser „Preis“ (value82) läßt bei den fruchtbareren Bodenarten größeren oder geringren excess83 über die expenses84. Bei dem letzten Produkt nicht. Für es fällt der Durchschnittspreis – d. h. der durch die Produktionskosten + den Durchschnittsprofit [gebildete] Preis – zusammen mit dem Marktpreis des Produkts, gibt also keinen Surplusprofit, der allein die Rente konstituieren kann. Bei Anderson Rente gleich dem Überschuß des Marktpreises des Produkts über seinen Durchschnittspreis. (Die Theorie des Werts beunruhigt Anderson noch gar nicht.) Fällt also infolge besondrer Unfruchtbarkeit des Bodens der Durchschnittspreis des Produkts dieses Bodens mit dem Marktpreis des Produkts zusammen, so fällt dieser Überschuß fort; d. h., es ist kein fonds for the formation of rent85 da. Anderson sagt nicht, daß der letztbebaute Boden keine Rente tragen kann. Er sagt nur, daß, wenn es „happens“86, daß die expenses (die Produktionskosten + der Durchschnittsprofit) so groß sind, daß die Differenz zwischen dem Marktpreis des Produkts und seinem Durchschnittspreis fortfällt, auch die Rente fortfällt, und daß dies der Fall sein muß, wenn immer tiefer in der Skala gegangen wird. Daß ein bestimmter, gleicher Marktpreis für gleiche Quanta Produkte, die unter verschieden günstigen Produktionsbedingungen erzeugt sind, Voraussetzung für diese Rentenbildung, sagt A[nderson] ausdrücklich. Der Surplusprofit oder Überschuß des Profits auf den bessern Bodenarten über den auf den schlechtern, sagt er, ist notwendig, „if an equal quantity of corn, the produce of each field, can be sold at the same price.“87 Also wenn ein allgemeiner Marktpreis vorausgesetzt ist.
||514| Anderson nimmt keineswegs, wie es nach der vorigen Stelle scheinen könnte, an, daß die verschiednen degrees of fertility88 bloßes Naturprodukt sind. Vielmehr kommt die
„unendliche Verschiedenheit der Böden“ zum Teil daher, daß diese „Böden von ihrem ursprünglichen Zustand durch die Arten der Bebauung, der sie früher unterworfen wurden, durch den Dünger usw. in einen ganz anderen umgewandelt werden“ etc. (p. 5. „An Inquiry into the Causes etc.“, Edinburgh 1779.)
Einerseits macht der Fortschritt der Produktivität of general labour89 leichter, Land urbar zu machen; andererseits vermehrt aber die Kultur die Unterschiede in den soils90, indem Boden A, der kultiviert ist, und Boden B, der nicht kultiviert ist, von derselben original fertility91 gewesen sein mögen, wenn wir von der fertility von A die Portion fertility abziehn, die diesem Boden jetzt zwar natürlich, aber früher künstlich gegeben war. Die Kultur selbst vermehrt also die diversity of natural fertility between cultivated and waste lands92.
Daß der Boden, für dessen Produkt Durchschnittspreis und Marktpreis zusammenfallen, keine Rente zahlen kann, sagt Anderson ausdrücklich:
„Wo zwei Felder vorhanden sind, deren Produkt ungefähr das oben angegebene ist, nämlich das eine 12 Bushel, das die Kosten einbringt, das andere 20, wird keine unmittelbare Ausgabe für ihre Verbesserung erheischt; der Pächter würde zum Beispiel für das letztere Feld sogar mehr Rente als 6 Bushel zahlen, während [er] keine für das andre [zahlt]. Wenn 12 Bushel gerade genügen für die Kosten des Anbaus, dann kann gar keine Rente für bebautes Land eingebracht werden, das nur 12 Bushel trägt.“ (p. 107 bis 109, vol. III, „Essays relating to agriculture and rural affairs“, Edinburgh-London 1775 bis 1796.)
Er führt dann unmittelbar fort:
„Dennoch kann man nicht erwarten, daß, wenn das größere Produkt unmittelbar durch seinen eigenen Kapitalaufwand und durch Anwendung von Fleiß hervorgerufen wurde, er ungefähr den gleichen Anteil davon als Rente zahlen kann; aber nachdem das Land eine gewisse Zeit in einem permanenten Zustand der Fruchtbarkeit von diesem Grade geblieben ist, wird er bereit sein, eine Rente von der angegebenen Höhe zu zahlen, auch wenn der Boden diese Fruchtbarkeit ursprünglich seinem eigenen Fleiß verdankt.“ (l. c. p. 109, 110.)
Also das Produkt des besten cultivated Bodens sei per acre z. B. 20 bushel; davon zahlen 12 bushel nach der Voraussetzung die expenses (advances93 + Durchschnittsprofit). Dann kann es 8 bushel als Rente zahlen. Nimm an, das bushel sei = 5 sh., dann 8 bushel oder 1 qr. = 40 sh. oder 2 l. und 20 bushel = 5 l. (21/2 qrs.). Von diesen 5 l. = expenses 12 bushel oder 60 sh. = 3 l. Es zahlt dann Rente = 2 l. oder 8 bushel. Von den 3 l. expenses sind, wenn die Profitrate = 10 p.c., die Auslagen = 548/11 sh. und der Profit = 55/11 sh. (548/11 : 55/11 = 100 : 10). Gesetzt, der farmer müsse nun auf unbebautes Land, das ebenso fruchtbar als das 20 bushel tragende originell war, Verbeßerungen aller Art anbringen, to bring it into such a state of cultivation as appropriate to the general state of agriculture94. Dies koste ihm außer der Auslage von 54⁶/₁₁ sh. oder, wenn wir den Profit mit in die expenses rechnen, außer den 60 sh. noch Auslage von 36⁴/₁₁; so wären 10 p.c. darauf = 3⁷/₁₁, und erst in 10 Jahren, wenn der farmer beständig 20 bushel zu 5 sh. verkaufte, könnte er Rente zahlen, erst nach der Repro-
duktion seines Kapitals. Von da würde die künstlich erzeugte Fruchtbarkeit des Bodens als originelle gerechnet und fiele dem landlord zu.
Obgleich der neubebaute Boden so fruchtbar wie der bestbebaute Boden originell war, fallen doch für sein Produkt Marktpreis und Durchschnittspreis jetzt zusammen, weil ein Kostenitem eingeht, das extinct95 ist in dem besten Boden, bei dem künstlich hervorgebrachte und natürliche Fruchtbarkeit to a certain extent96 zusammenfallen. Bei dem neu angebauten Boden aber der künstlich, durch Kapitalanlage, hervorgebrachte Teil der Fruchtbarkeit noch durchaus distinct97 von der natürlichen Fruchtbarkeit des Bodens. Der neubebaute Boden, obgleich von derselben Originalfruchtbarkeit wie der bestangebaute Boden, könnte also keine Rente zahlen. Nach 10 Jahren jedoch könnte er nicht nur Rente zahlen, sondern ebenssoviel Rente wie die früher beste kultivierte Bodenart. Anderson begreift hier also beide Phänomene:
1. daß die Differentialrente des landlords z.T. das Resultat der dem Boden vom Pächter künstlich gegebnen fertility ist;
2. daß diese künstliche fertility nach einem gewissen lapse of time als original productivity of the soil98 selbst erscheint, indem der soil selbst verwandelt worden und der Prozeß, wodurch diese Verwandlung bewerkstelligt, verschwunden, nicht mehr sichtbar ist.
||515|| Wenn ich heute eine cotton-mill99 für 100 000 l. errichte, so bekomme ich a more efficient mill100 als mein Vorgänger, der sie vor 10 Jahren errichtete. Die Differenz zwischen der Produktivität im Maschinenbau, Bauen überhaupt etc. von heute und vor 10 Jahren zahle ich nicht; im Gegenteil. Sie setzt mich in den Stand, weniger für eine mill von derselben efficiency101 zu zahlen oder nur dasselbe für eine mill von höherer efficiency. Anders in der Agrikultur. Der Unterschied zwischen den original fertilities of soils is magnified by that part of the so-called natural fertility of the soil which, in fact, has been once produced by men, but has now become incorporated to the soil and is no longer to be distinguished from its original fertility102. Um unbebauten Boden von gleicher Originalfruchtbarkeit zu dieser gesteigerten Fruchtbarkeit zu erheben, sind, infolge der Entwicklung der Produktivkraft of general labour, nicht dieselben Kosten nötig, die nötig waren, to bring the original fertility of the cultivated soil to its now apparently original fertility, but still, more or less expense is required to bring that equalization about103. Der Durchschnittspreis des neuen Produkts steht so höher als der des alten, die Differenz zwischen Marktpreis und Durchschnittspreis ist so kleiner und kann ganz verschwinden. Gesetzt aber, im obigen Fall sei der neubebaute Boden so fruchtbar, daß er nach der additional expense of 40 sh.104 (Profit eingerechnet) statt 20 bushel 28 liefere. In diesem Falle könnte der farmer 8 bushel or105 2 l. Rente zahlen. Aber warum? Weil der neubebaute Boden 8 bushel mehr liefert als der alte, so daß er trotz höhern Durchschnittspreises bei gleichem Marktpreis ebensowiel excess of price106 liefert. Seine Fruchtbarkeit, hätte sie107 kein extra expense gekostet, wäre doppelt so groß wie die des alten. Mit dem expense ist sie grade so groß.
Nun zu Rod[bertus] definitiv und zum letztenmal zurück.
„Sie“ (Rod[bertus]' Rententheorie) „erklärt ... aus einer Teilung des Arbeitsprodukts, die mit Notwendigkeit eintritt, wenn zwei Vorbedingungen, hinlängliche Produktivität der Arbeit und Grund- und Kapitaleigentum, gegeben sind, alle Erscheinungen des Arbeitslohns und der Rente etc. Sie erklärt, daß allein die hinlängliche Produktivität der Arbeit die wirtschaftliche Möglichkeit einer solchen Teilung konstituiert, indem diese Produktivität dem Produktwert soviel realen Inhalt gibt, daß noch andre Personen, die nicht arbeiten, davon mitleben können, und sie erklärt, daß allein das Grundeigentum und Kapitaleigentum die rechtliche Wirklichkeit einer solchen Teilung konstituiert, indem es die Arbeiter zwingt, sich ihr Produkt mit den nicht arbeitenden Grund- und Kapitalbesitzern [sogar in dem Verhältnis] zu teilen, daß grade sie, die Arbeiter, nur soviel davon bekommen, daß sie leben können.“ (Rodbertus, l.c. p. 156, 157.)
A. Smith stellt die Sache doppelt dar. Teilung des Arbeitsprodukts, wo dies als gegeben betrachtet wird und in der Tat es sich um den Anteil am Gebrauchswert handelt. Diese Auffassung hat Herr Rod[bertus] ditto. Sie findet sich auch bei Ricardo und ist diesem um so mehr vorzuwerfen, weil er nicht nur bei der allgemeinen Phrase bleibt, sondern Ernst mit der Bestimmung des Werts durch die Arbeitszeit machen will. Diese Auffassung paßt plus ou moins, mutatis mutandis108 auf alle Produktionsweisen, worin die Arbeiter und die Besitzer der objektiven Arbeitsbedingungen verschiedne Klassen bilden.
Die zweite Auffassung Smiths ist dagegen charakteristisch für die kapitalistische Produktionsweise. Sie ist daher auch allein [eine] theoretisch fruchtbare Formel. Hier faßt nämlich Smith Profit und Rente auf als entspringend aus der Surplusarbeit, die der Arbeiter dem Arbeitsgegenstand zufügt außer dem Teil der Arbeit, wodurch er nur sein eignes Salair reproduziert. Es ist dies der einzig richtige Standpunkt, wo die Produktion einzig auf dem Tauschwert beruht. Es liegt darin der Entwicklungsprozeß, während in der ersten Auffassung die Arbeitszeit als konstant unterstellt ist.
Bei Ricardo kommt die Einseitigkeit mit daher, daß er überhaupt beweisen will, daß die verschiednen ökonomischen Kategorien oder Verhältnisse nicht widersprechen der Werttheorie, statt sie umgekehrt mitsamt ihren scheinbaren Widersprüchen von dieser Grundlage aus zu entwickeln oder die Entwicklung dieser Grundlage selbst darzustellen.
||516| „Sie109 wissen, daß alle Nationalökonomen schon seit A. Smith den Wert des Produkts in Arbeitslohn, Grundrente und Kapitalgewinn zerfallen lassen und daß also die Idee, das Einkommen der verschiednen Klassen und namentlich auch die Rententeile auf eine Teilung des Produkts zu gründen, nicht neu ist.“ (Certainly not!110) „Allein sofort geraten die Nationalökonomen auf Abwege. Alle – selbst nicht mit Ausnahme der Ricardoschen Schule – begehen zuvörderst den Fehler, nicht das ganze Produkt, das vollendete Gut, das ganze Nationalprodukt als die Einheit aufzufassen, an der Arbeiter, Grundbesitzer und Kapitalisten partizipieren, sondern die Teilung des Rohprodukts als eine besondre Teilung, an der drei Teilnehmer, und die Teilung des Fabrikationsprodukts wieder als eine besondre Teilung aufzufassen, an der nur zwei Teilnehmer partizipieren. So sehen diese Systeme schon das bloße Rohprodukt und das bloße Fabrikationsprodukt jedes für sich als ein besondres Einkommensgut an.“ (p. 162.)
Zunächst hat A.Smith in der Tat alle spätern Ökonomen, Ricardo eingerechnet und Herrn Rodbertus eingerechnet, dadurch auf „Abwege" gebracht, daß er den „ganzen Wert des Produkts in Arbeitslohn, Grundrente und Kapitalgewinn" [S. 162] auflöst und damit das konstante Kapital vergißt, das auch einen Teil des Werts bildet. Der Mangel dieser Unterscheidung machte jede wissenschaftliche Darstellung gradzu, wie meine Ausführungen beweisen, unmöglich111. Die Physiokraten waren weiter in dieser Beziehung. Ihre „avances primitives et annuelles"112 sind unterschieden als ein Teil des Werts des jährlichen Produkts oder des jährlichen Produkts selbst, der sich für die Nation so wenig wie für den einzelnen wieder in Salair, Profit oder Rente auflöst. Die agriculturists ersetzen bei ihnen den Sterilen im Rohmaterial ihre avances (die Verwandlung dieses Rohmaterials in Maschinen fällt ja selbst den stériles zu), während anderseits die agriculturists von ihrem Produkt sich einen Teil ihrer avances (Samen, Zucht-, Mastvieh, Dünger etc.) selbst ersetzen, teils Maschinerie etc. von den stériles im Austausch für das Rohmaterial ersetzt erhalten.
Herr Rod[bertus] irrt zweitens, indem er Teilung des Werts und Teilung des Produkts identifiziert. Das „Einkommengut" hat direkt nichts zu schaffen mit dieser Teilung des Werts des Produkts. Daß die Wertteile, die z.B. den Produzenten des Twist zufallen, und die sich in bestimmten Goldquantis darstellen, in Produkten aller Art, Agrikultur oder Manufaktur, realisieren, wissen die Ökonomen ganz so gut wie Rodb[ertus]. Es ist dies unterstellt, weil sie Waren produzieren und nicht Produkte für die immediate consumption113 der Produzenten selbst. Da der zur Teilung kommende Wert, d.h. der Bestandteil des Werts, der sich überhaupt in Revenue auflöst, innerhalb jeder einzelnen Produktionssphäre, unabhängig von den andren erzeugt ist – obgleich sie wegen der Teilung der Arbeit die andren voraussetzt –, so macht Rod[bertus] Rückschritt und Konfusion, indem er, statt diese Werterzeugung rein zu betrachten, sie von vornherein verwirrt durch die Frage, welchen Anteil an dem vorhandnen Gesamtprodukt der Nation diese Wertbestandteile ihren Besitzern sichern. Bei ihm wird Teilung des Werts des Produkts sofort Teilung der Gebrauchswerte. Indem er diese Konfusion den andren Ökonomen unterschiebt, wird sein Korrektiv nötig, Fabrikations- und Rohprodukte en bloc zu betrachten – eine Betrachtungsweise, die nicht in die Erzeugung des Werts gehört, also falsch ist, wenn sie dieselbe erklären soll.
Am Wert des Fabrikationsprodukts, soweit er sich in Revenue auflöst und soweit der Fabrikant nicht Grundrente zahlt, sei es für den Boden der Baulichkeiten, sei es für Wasserfälle etc., nehmen nur Kapitalist und Lohnarbeiter teil. Am Wert des Agrikulturprodukts teilen sich meistens drei. Dies gibt auch Herr Rod[bertus] zu. Die Art, wie er sich das Phänomen erklärt, ändert nichts an diesem fact. Wenn aber die andren Ökonomen, speziell Ricardo, von der Zweiteilung zwischen Kapitalist und Lohnarbeiter ausgehn und den Grundrentner erst später als eine spezielle superfetation114 hereinbringen, so entspricht dies ganz dem Standpunkt der kapitalistischen Produktion. Vergegenständlichte Arbeit und lebendige Arbeit sind die beiden ||517| Faktoren, auf deren Gegenübersetzung die kapitalistische Produktion beruht. Kapitalist und Lohnarbeiter sind die einzigen Funktionäre und Faktoren der Produktion, deren Beziehung und Gegenübertreten aus dem Wesen der kapitalistischen Produktionsweise entspringt.
Die Umstände, unter denen der Kapitalist wieder einen Teil der von ihm erbeuteten Surplusarbeit oder surplus value mit dritten, nicht arbeitenden Personen zu teilen hat, kommen erst in zweiter Instanz. Es ist auch das fact der Produktion, daß mit Ausnahme des als Arbeitslohn gezahlten Wertteils des Produkts und nach Abzug des Wertteils, gleich des konstanten Kapitals, der ganze Surpluswert direkt aus der Hand des Arbeiters in die des Kapitalisten übergeht. Er ist dem Arbeiter gegenüber der unmittelbare Besitzer des ganzen Surpluswerts, wie er ihn auch später mit Geld verleihendem capitalist, Grundeigentümer etc. teile. Die Produktion, wie James Mill bemerkt, könnte daher ungestört fortgehn, wenn der Grundrentner verschwände und der Staat an seine Stelle träte. Er ist kein notwendiger Produktionsagent – der Privatgrundeigentümer – für die kapitalistische Produktion, obgleich es nötig für sie ist, daß das Grundeigentum jemandem, nur nicht dem Arbeiter, also z.B. dem Staat, gehöre. Diese im Wesen der kapitalistischen Produktionsweise – und im Unterschied zur feudalen, antiken usw. – gegründete Reduktion der unmittelbar in der Produktion beteiligten Klassen, also auch der unmittelbaren Teilnehmer an dem produzierten Wert und weiter an dem Produkte, worin dieser Wert sich realisiert, auf Kapitalisten und Lohnarbeiter mit Ausschluß des Grundeigentümers (der erst post festum hineinkommt infolge nicht aus der kapitalistischen Produktionsweise hervorgewachsner, sondern ihr überlieferter Eigentumsverhältnisse an Naturkräften), so weit entfernt, ein Fehler bei Ricardo usw. zu sein, macht sie zum adäquaten theoretischen Ausdruck der kapitalistischen Produktionsweise, drückt ihre differentia specifica115 aus. Herr Rod[bertus] ist noch zu sehr altpreußischer „Gutsbesitzer", um dies zu verstehn. Auch wird es erst verständlich und drängt sich von selbst auf, sobald der Kapitalist sich der Agrikultur bemächtigt und überall, wie meist in England, sich zum Leiter der Agrikultur ganz wie der Industrie gemacht, den Grundeigentümer aber von jeder direkten Beteiligung an dem Produktionsprozeß ausgeschlossen hat. Was Herr Rod[bertus] hier also für einen „Abweg" hält, ist nur der von ihm nicht begriffne richtige Weg, während er noch in Anschauungen befangen ist, die der vorkapitalistischen Produktionsweise entsprungen sind.
„Auch er" (Ricardo) „teilt nicht das fertige Produkt unter die Beteiligten, sondern nimmt ebenso wie die übrigen Nationalökonomen das landwirtschaftliche Produkt wie das Fabrikationsprodukt, jedes als ein besondres der Teilung unterliegendes Produkt an." (l.c. p.167.)
Nicht das Produkt, Herr Rod[bertus], sondern den Wert des Produkts, und dies ganz richtig. Ihr „fertiges" Produkt und dessen Teilung hat absolut mit dieser Wertteilung nichts zu schaffen.
„Das Kapitaleigentum ist ihm" (Ricardo) „gegeben und zwar noch früher als das Grundeigentum... So beginnt er nicht mit den Gründen, sondern mit der Tatsache der Teilung des Produkts, und seine ganze Theorie beschränkt sich auf die Ursachen, welche das Teilungsverhältnis desselben bestimmen und modifizieren... Die Teilung des Produkts nur in Lohn und Kapitalgewinn ist ihm die ursprüngliche und ursprünglich auch die einzige." (l.c. p.167.)
Dies verstehn Sie wieder nicht, Herr Rod[bertus]. Vom Standpunkt der kapitalistischen Produktion erscheint das Kapitaleigentum in der Tat als das „ursprüngliche", weil als die Sorte Eigentum, worauf die kapitalistische Produktion beruht und die in derselben als Faktor und Funktionär auftritt, was von dem Grundeigentum nicht gilt. Das letztere erscheint als abgeleitet, weil in der Tat das moderne Grundeigentum das feudale ist, aber verwandelt durch die Aktion des Kapitals auf es, also in seiner Form als modernes Grundeigentum abgeleitet, Resultat der kapitalistischen Produktion ist. Daß Ricardo die Sache, wie sie ist und erscheint, in der modernen Gesellschaft auch als die historisch ursprüngliche betrachtet (während Sie, statt an der modernen Form zu halten, die Gutsbesitzererinnerungen nicht loswerden können), ist eine Delusion, die die bürgerlich ökonomischen Gesetze begehn, die ihnen als „Naturgesetze" und darum auch als historisches „Prius" erscheinen.
||518| Daß Ric[ardo] aber, wo es sich nicht um den Wert des Produkts, sondern um das Produkt selbst handelt, das ganze „fertige“ Produkt verteilen läßt, konnte Herr Rod[bertus] gleich aus dem ersten Satz seiner Vorrede sehn:
„Die Produkte der Erde – alles, was von ihrer Oberfläche durch die vereinte Anwendung von Arbeit, Maschinerie und Kapital gewonnen wird – werden unter drei Klassen der Gesellschaft verteilt, nämlich die Eigentümer des Bodens, die Eigentümer des Vermögens oder des Kapitals, das zu seiner Bebauung notwendig ist, und die Arbeiter, durch deren Tätigkeit er bebaut wird.“ („Princ. of Pol. Ec.“, Preface, 3d ed. London 1821.)
Er fährt unmittelbar fort:
„Die Anteile am Gesamtprodukt der Erde, die unter den Namen Rente, Profit und Lohn jeder dieser Klassen zufallen, werden jedoch in den verschiedenen Entwicklungsstufen der Gesellschaft sehr unterschiedlich sein.“ (l.c.)
Hier handelt es sich um die Verteilung des „whole produce“116, nicht des Fabrikationsprodukts oder des Rohprodukts. Diese Anteile am „whole produce“ sind aber ausschließlich bestimmt, wenn dies „whole produce“ als gegeben vorausgesetzt wird, durch die Anteile, die innerhalb jeder Produktionsphäre jeder der shareholders117 am „Wert“ seines eignen Produkts hat. Dieser „Wert“ ist konvertibel und ausdrückbar in a certain aliquot part of the „whole produce“118. Ricardo irrt hier nur, daß A. Smith, indem er vergißt, daß „the whole produce“ is not divided in rent, profit, and wages, sondern that part of it „will be allotted“ in the shape of capital to one or some of these 3 classes.119
„Sie könnten behaupten wollen, daß wie ursprünglich das Gesetz der Gleichheit des Kapitalgewinns die Rohproduktpreise so hätte drücken müssen, daß die Grundrente hätte verschwinden müssen, um dann nur wieder infolge einer Preissteigerung aus der Ertragsdifferenz des fruchtbareren und unfruchtbareren Bodens zu entstehen, daß so auch heute die Vorteile eines Grundrentenbezugs neben dem üblichen Kapitalgewinn Kapitalisten veranlassen würden, so lange Kapital auf neue Urbarmachungen und Meliorationen zu verwenden, bis durch die dadurch bewirkte Überfüllung des Marktes die Preise hinlänglich erniedrigt wären, um bei den unvorteilhaftesten Kapitalanlagen den Grundrentenbezug verschwinden zu lassen. Mit andren Worten wäre das die Behauptung, daß das Gesetz der Gleichheit der Kapitalgewinne das andre Gesetz, daß der Wert der Produkte sich nach der Kostenarbeit richtet, für das Rohprodukt aufhöbe, während gerade Ricardo im ersten Kapitel seines Werks jenes benutzt, um dieses darzutun.“ (l.c. p. 174.)
In der Tat, Herr Rod[bertus]! Das Gesetz der „Gleichheit der Kapitalgewinne“ hebt nicht das Gesetz auf, daß der „Wert“ der Produkte sich nach der „Kostenarbeit“ richtet. Wohl aber hebt es die Voraussetzung Ricardos auf, daß der Durchschnittspreis der Produkte gleich ihrem „Wert“ sei. Aber wieder ist es nicht das „Rohprodukt“, dessen Wert zum Durchschnittspreis gesenkt wird; sondern umgekehrt. Das „Rohprodukt“ zeichnet sich – infolge des Grundeigentums – durch das Privilegium aus, daß sein Wert nicht zum Durchschnittspreis gesenkt wird. Sänke sein Wert in der Tat herab, was möglich wäre trotz ihres „Materialwerts“, zu einem level120 mit dem Durchschnittspreis der Waren, so verschwände die Grundrente. Die Bodenarten, die heute possibly121 keine Grundrente zahlen tun es nicht, weil der Marktpreis der Rohprodukte für sie gleich ihrem eignen Durchschnittspreis ist, und weil sie des Privilegiums – infolge der Konkurrenz der fruchtbareren Bodenarten – verlustig gehn, ihr Produkt zu seinem „Wert“ zu verkaufen.
„Kann es wahr sein, daß, ehe überhaupt zum Ackerbau geschritten wird, schon Kapitalisten existieren, die Gewinn beziehen und nach dem Gesetz der Gleichheit desselben ihre Kapitalien anlegen?“ (How very silly122)„… Ich gestehe zu, daß, wenn heute von zivilisierten Ländern aus nach einem [519] neuen unbebauten Lande eine Expedition unternommen wird, bei welcher die reicheren Teilnehmer mit den Vorräten und Werkzeugen einer schon alten Kultur – mit Kapital – versehen sind und die ärmeren in der Aussicht mitgehen, im Dienst der ersteren einen hohen Lohn zu gewinnen, daß dann die Kapitalisten, das, was ihnen über den Lohn der Arbeiter hinaus verbleibt, als ihren Gewinn betrachten werden, denn sie führen längst vorhandene Dinge und Begriffe aus dem Mutterlande mit sich.“ (p. 174, 175.)
Hier haben Sie es, Herr Rod[bertus]. Ric[ardos] ganze Anschauung paßt nur unter der Voraussetzung der kapitalistischen Produktionsweise als der herrschenden. Wie er diese Voraussetzung ausdrückt, ob er dabei ein historisches hysteron proteron begeht, ist für die Sache selbst gleichgültig. Die Voraussetzung muß gemacht werden, also nicht, wie Sie es tun, Bauernwirtschaft eingeführt werden, die die kapitalistische Buchhaltung nicht versteht und daher Samen etc. nicht zum vorgeschößnen Kapital rechnet! Es ist ein „Widersinn“ nicht von Ric[ardo], sondern von Rod[bertus], wenn letztrer „vor Anbau des Bodens“ Kapitalisten und Arbeiter existieren läßt. (l.c. S. 176.)
„Erst wenn … in der Gesellschaft Kapital entstanden ist und Kapitalgewinn gekannt und bezahlt wird, soll nach … Ricardoscher Auffassung die Kultur des Bodens beginnen.“ (p. 178.)
Welcher Blödsinn! Erst wenn ein Kapitalist sich als farmer zwischen den Ackerbauer und den Grundeigentümer gedrängt hat – sei es nun, daß der alte tenant123 sich zum capitalist-farmer herangeschwindelt hat, oder daß ein Industrieller sein Kapital statt in Manufaktur in Agrikultur anlegt –, erst dann beginnt beileibe nicht die „Kultur des Bodens“, wohl aber die „kapitalistische“ Bodenkultur, die der Form und [dem] Inhalt nach sehr von den frühen Kulturformen verschieden ist.
„In jedem Lande ist der größte Teil des Bodens schon viel früher im Eigentum gewesen, als er angebaut worden ist; namentlich schon längst, wenn in den Gewerben ein Kapitalgewinnsatz gegeben ist.“ (p. 179.)
Damit Rod[bertus] hier die Anschauung Ric[ardos] begriffe, müßte er Engländer statt pommerscher Gutsbesitzer sein und die Geschichte der enclosure of commons and waste land124 verstehen. Herr Rod[bertus] führt Amerika an. Der Staat verkauft den Boden hier
„parzellenweise erst an die Anbauer, freilich auch für einen geringen Preis, der aber doch jedenfalls schon eine Grundrente repräsentieren muß.“ (p. 179, 180.)
Beileibe nicht. Dieser Preis konstituiert so wenig eine Grundrente, wie etwa eine allgemeine Gewerbesteuer eine Gewerberente konstituieren würde oder überhaupt irgendeine Steuer eine „Rente“ konstituiert.
„Die sub b enthaltene Ursache der Steigerung“ {von Vermehrung der Bevölkerung oder Vermehrung des angewandten Arbeitsquantums}, „behaupte ich aber, hat die Grundrente vor dem Kapitalgewinn voraus. Dieser kann niemals deshalb steigen, weil infolge der Vermehrung des Nationalprodukt[wert]s bei gleicher Produktivität, aber vermehrter Produktivkraft (gestiegnrer Bevölkerung), mehr Kapitalgewinn in der Nation abfällt, denn dieser mehrere Kapitalgewinn fällt immer auf ein in demselben Verhältnis vermehrtes Kapital, der Gewinnsatz bleibt also gleich hoch.“ (p. 184, 185.)
Dies ist falsch. Das Quantum der unbezahlten Surplusarbeit steigt z. B., wenn 3, 4, 5 Stunden statt 2 Std. Surplusarbeitszeit gearbeitet wird. Mit der Masse dieser unbezahlten Surplusarbeit wächst nicht die Masse des vorgeschußnen Kapitals, d’abord125, weil dieser weitre Überschuß von Surplusarbeit nicht bezahlt wird, also keine Kapitalauslage verursacht; zweitens, weil die Kapitalauslage für das capital fixe nicht in demselben Verhältnis steigt, wie hier seine Benutzung steigt. Es werden nicht mehr Spindeln gebraucht etc. Allerdings werden sie rascher abgenutzt, aber nicht in demselben Verhältnis, worin sie mehr benutzt werden. Also, bei gleicher Produktivität wächst hier der Profit, weil nicht nur der Mehrwert, sondern die Rate des Mehrwerts gewachsen ist. Bei der Agrikultur ist dies untunlich wegen der Naturbedingungen. Anderseits wechselt leicht die Produktivität mit der Vergrößerung des ausgelegten Kapitals. Abgesehn von Teilung der Arbeit und Maschinerie wird, obgleich ein absolut großes Kapital ausgelegt wird, infolge der Ökonomie der Produktionsbedingungen ein relativ nicht so großes ausgelegt. Es könnte also die Profitrate wachsen, selbst wenn der Mehrwert (nicht nur seine Rate) derselbe bliebe.
||520|| Positiv falsch und pommersch gutsbesitzlich ist, wenn Rod[bertus] sagt:
„Möglich, daß im Lauf dieser 30 Jahre“ (von 1800–1830) „durch Parzellierungen oder selbst durch Urbarmachung mehrere Besitztümer entstanden waren und die vermehrte Grundrente sich also auch unter mehrere Besitzer teilte, aber sie verteilte sich 1830 nicht auf mehr Morgen als 1800; jene neuen abgezweigten oder neu kultivierten Grundstücke waren mit ihrer ganzen Morgenzahl früher in den älteren Grundstücken mitbegriffen gewesen, und die geringere Grundrente von 1800 war also damals so gut auf sie mitrepartiert worden und hatte damals die Höhe der englischen Grundrente überhaupt bestimmen helfen, als 1830 die größere.“ (p. 186.)
Bester Pommer! Warum stets deine preußischen Verhältnisse absprechend nach England übertragen? Der Engländer rechnet nicht so, daß, wenn, wie der Fall war (dies nachzusehn), 3–4 Mill. acres „inclosed“126 wurden von 1800–1830, die Rente auf diese 4 Mill. acres auch von 1830 repartiert worden, auch 1800. Sie waren vielmehr waste land or commons127, die keine Rente trugen, auch niemand gehörten.
Wenn Rod[bertus], wie Carey (aber in verschiedner Art), dem Ric[ardo] nachzuweisen sucht, daß der „fruchtbarste“ Boden meist nicht zuerst kultiviert wird, aus physikalischen und andren Gründen, so hat dies nichts mit Ric[ardo] zu tun. „Fruchtbarster“ Boden ist jedesmal der „fruchtbarste“ unter den gegebenen Produktionsbedingungen.
Ein sehr großer Teil der Einwürfe, die Rod[bertus] gegen Ric[ardo] macht, geht daraus hervor, daß er „pommersche“ und „englische“ Produktionsverhältnisse in naiver Weise identifiziert. Ric[ardo] unterstellt die kapitalistische Produktion, der auch, wo sie durchgeführt ist, wie in England, die Scheidung von farming-capitalist und dem landlord entspricht. Rod[bertus] nimmt Verhältnisse herein, die an und für sich der kapitalistischen Produktionsweise fremd, und worauf diese nur überbaut worden ist. Was Herr Rod[bertus] z. B. über die Lage der Wirtschaftszentren in Wirtschaftskomplexen sagt, paßt absolut für Pommern, aber nicht für England, wo die kapitalistische Produktionsweise, seit dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts mehr und mehr übermächtig, alle Bedingungen sich assimiliert und in verschiednen Perioden die historischen Voraussetzungen, Dörfer, Baulichkeiten und Menschen progressiv zum Teufel rasiert hat, um die „produktivste“ Anlage des Kapitals zu erwirken.
Ebenso falsch ist, was Rod[bertus] über die „Kapitalanlage“ sagt.
„Ric[ardo] beschränkt die Bodenrente auf dasjenige, was dem Grundbesitzer für die Benutzung der ursprünglichen, natürlichen und unzerstörbaren Bodenkräfte bezahlt wird. Er will damit alles, was bei schon kultivierten Grundstücken dem Kapital zugut geschrieben werden müßte, von der Grundrente abgezogen wissen. Allein es ist klar, daß er aus dem Ertrage eines Grundstücks niemals mehr als die vollen landüblichen Zinsen dem Kapital anrechnen darf. Denn er würde sonst in der nationalökonomischen Entwicklung eines Landes zwei verschiedne Gewinnsätze annehmen müssen, einen landwirtschaftlichen, der größeren Gewinn als den in der Fabrikation herrschenden abwürfe, und diesen letzteren – eine Annahme indessen, die gerade sein System, das auf Gleichheit des Gewinnsatzes basiert ist, umstoßen würde.“ (p. 215, 216.)
Wieder die Vorstellung des pommerschen Gutsbesitzers, der Kapital pumpt, um sein Grundeigentum zu verbessern, dem Anleiher also, aus theoretischen und praktischen Gründen, nur die „landesüblichen Zinsen“ zahlen will. In England jedoch ist die Sache anders. Es ist der farmer, der farming-capitalist, der Kapital auslegt, um den Boden zu verbessern. Von diesem Kapital, ganz ebensogut wie von dem, das er in der Produktion direkt auslegt, verlangt er nicht den landesüblichen Zins, sondern den landesüblichen Profit. Er pumpt dem Gutsbesitzer kein Kapital, das dieser „landesüblich“ verzinsen soll. Er pumpt vielleicht selbst Kapital oder wendet sein eignes Surpluskapital an, damit es ihm „landesüblich“ den industriellen Profit abwerfe, wenigstens das Doppelte der landesüblichen Zinsen.
Übrigens weiß Ricardo, was schon Anderson wußte, und sagt es into the bargain128 ausdrücklich, daß ||521|| die so durch das Kapital erzeugte Produktivkraft des Bodens später zusammenfällt mit seiner „natürlichen“, also die Rente schwellen macht. Rod[bertus] weiß nichts von diesen Verhältnissen, schwatzt also ins Blaue.
Ich habe das moderne Grundeigentum schon völlig richtig erklärt:
„Die Rente, im Sinne Ricardos, ist das Grundeigentum in seiner bürgerlichen Gestalt: das heißt das feudale Eigentum, welches sich den Bedingungen der bürgerlichen Produktion unterworfen hat.“ (p. 156. „Misère de la Phil.“, Paris 1847.)129
Ich bemerkte ebenfalls schon richtig:
„Ricardo, der die bürgerliche Produktion als notwendig zur Bestimmung der Rente voraussetzt, wendet die Vorstellung der Bodenrente nichtsdestoweniger auf den Grundbesitz aller Zeiten und aller Länder an. Es ist das der Irrtum aller Ökonomen, welche die Verhältnisse der bürgerlichen Produktion als ewige hinstellen.“ (l. c. p. 160.)130
Ich habe ebenfalls richtig bemerkt, daß die „terres capitaux“131 wie alle andren Kapitalien vermehrt werden können:
„Die Bodenkapitalien können ebensogut vermehrt werden wie die anderen Produktionsmittel. Man fügt, um mit Herrn Proudhon zu reden, nichts der Materie hinzu, aber man vermehrt die Grundstücke, die als Produktionsmittel dienen. Man braucht nur in bereits in Produktionsmittel verwandelte Grundstücke weitere Kapitalanlage hineinzustecken, um das Bodenkapital zu vermehren, ohne etwas an dem Bodenstoff, das heißt der Ausdehnung des Bodens hinzuzufügen.“ (l. c. p. 165.)132
Richtig bleibt immer der Unterschied zwischen Manufaktur und Agrikultur, den ich damals hervorhob:
„Erstens kann man nicht, wie in der Manufakturindustrie, die Produktionsinstrumente von gleicher Produktivität, das heißt die gleich fruchtbaren Ländereien, nach Belieben vermehren. Dann geht man in dem Grade, wie die Bevölkerung anwächst, dazu über, Land geringerer Qualität zu bearbeiten oder in denselben Acker neues Kapital hineinzustecken, welches verhältnismäßig weniger produktiv ist als das zuerst hineingesteckte.“ (l. c. p. 157.)133
Rodbertus sagt:
„Aber ich muß noch auf einen anderen Umstand aufmerksam machen, der freilich weit allmählicher, aber auch noch weit allgemeiner aus schlechtern landwirtschaftlichen Maschinen befreit macht. Es ist dies die fortgesetzte Bewirtschaftung eines Grundstücks selbst, lediglich nach einem vernünftigen System, ohne daß die geringste außergewöhnliche Kapitalanlage hinzuträte.“ (p. 222.)
Dies schon Anderson. Die Kultur verbessert den Boden.
„Sie müßten beweisen, daß die mit Ackerbau beschäftigte Arbeiterbevölkerung im Laufe der Zeit in größerem Verhältnisse zugenommen hätte als die Produktion von Lebensmitteln oder auch nur als der übrige Teil der Bevölkerung eines Landes. Daraus allein könnte unwiderleglich hervorgehen, daß mit der Zunahme der landwirtschaftlichen Produktion auch zunehmend mehr Arbeit darauf verwandt werden müßte. Aber gerade darin widerspricht ihnen die Statistik.“ (p.274.) „Ja, Sie finden sogar [ziemlich] allgemein die Regel vorherrschend, daß je dichter die Bevölkerung eines Landes ist, in desto geringerem Verhältnis sich Menschen mit dem Ackerbau beschäftigen … Dieselbe Erscheinung zeigt sich bei der Zunahme der Bevölkerung desselben Landes: der Teil, der sich nicht mit Ackerbau beschäftigt, wird fast überall in stärkerem Verhältnis zunehmen.“ (p.275.)
Zum Teil aber, weil mehr Ackerbauland in Viehweide, Schafweide verwandelt wird. Zum Teil, weil bei der größren Stufenleiter der Produktion – großer Agrikultur – die Arbeit produktiver wird. Aber auch, und dies ist ein Umstand, den Herr Rod[bertus] ganz übersieht, weil ein großer Teil der nichtagrikolen Bevölkerung in der Agrikultur mitarbeitet, der capital constant – das wächst mit dem Fortschritt der Kultur – liefert, wie mineralische Dünger, ausländische Samen, Maschinerie jeder Art.
Nach Herrn Rod[bertus] (p.78) sieht
„heute“ (in Pommern) „der Landwirt das in seiner eignen Wirtschaft gebaute Futter des Zugviehs nicht als Kapital an.“
||522|| „Kapital an sich oder im nationalwirtschaftlichen Sinn ist Produkt, das weiter zur Produktion benutzt wird … Aber in bezug auf einen besondren Gewinn, den es abwerfen soll, oder im Sinn der heutigen Unternehmer, muß es als „Auslage“ auftreten, um Kapital zu sein.“ (p.77.)
Nur erheischt dieser Begriff „Auslage“ nicht, wie Rod[bertus] meint, daß es als Ware eingekauft ist. Wenn ein Teil des Produkts, statt als Ware verkauft zu werden, wieder in die Produktion eingeht, geht er als Ware in sie ein. Er ist vorher als „Geld“ geschätzt, und man weiß dies um so genauer, da alle diese „Auslagen“ auch in der Agrikultur zugleich als „Waren“ auf dem Markt vorhanden sind, Vieh, Futter, Dünger, Korn, das als Samen dient, Samen jeder Art. Aber in „Pommern“ rechnet man wie es scheint, dies nicht unter die „Auslagen“.
„Der Wert der besondren Resultate dieser verschiednen Arbeiten“ (Manufaktur und Rohproduktion) „ist noch nicht das ihrem Besitzer zufallende Einkommen selbst, sondern nur erst der Liquidationsmaßstab dafür. Dies respektive Einkommen selbst ist Teil des gesellschaftlichen Einkommens, das lediglich durch die zusammenwirkende Arbeit der Landwirtschaft und Fabrikation hergestellt wird, und dessen Teile also auch nur durch diese Zusammenwirkung hergestellt werden.“ (p.36.)
Was soll mir das? Die Realisierung dieses Werts kann nur seine Realisierung in Gebrauchswert sein. Davon handelt es sich gar nicht. Außerdem geht in den notwendigen Arbeitslohn schon ein, wieviel Wert sich in den zur Erhaltung des Arbeiters notwendigen Lebensmitteln darstellt – von Agrikulturprodukt und Industrieprodukt.
Done with.134